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Felix in England 1829.
„Was seufzt Ihr?" — fragt der Doktor kalt —
„So sehr bei der Blume, der blauen?
Ihr kriegt sie zu schlucken in Pillengestalt,
Da hilft sie Euch trefflich verdauen."
Und so ist dies denn der letzte Brief — sage icli mitFelix und spreche mit Fräulein Fanny — der Sie noch in-mitten von uns und anderen jungen Leuten, Springinsfelden,begriisst. — Haben Sie himmlischen Sonnenschein aussen, sowie innen und nichts wie schönen Klang um sich her. Neben-bei halte der Prediger eine möglichst kurze Eede und wolleSie nicht zu unmässig rühren! Im Herbst, etwa am drittenOctober, sollte sich aber klüglicher Weise Jedermann verhei-rathen — das wäre ein tüchtiger Satz, den -man aus demSommer gleich in den Frühimg hinein thäte; wo der Winterals Winter bleibt, sehe ich wenigstens nicht ein; was kannso jungem Volke der warme Ofen anders sein, als ein lustigerMeilerstein, in dem es Paradiesäpfel brät? —
0 Himmel, warum sind die Zeiten so ruhig, und warummischt sich Hannover so wenig in die türkische Sache? Ab-gesehen, dass damit so wenig für die Geschichte geschieht,giebt's auch gar kerne Courierreisen für hiesiges Gesandtschafts-personal ; ein Krieglein, das mich im December mit Depeschennach Berlin brächte, sollte dafür von mir aus warmer Dank-barkeit in Gold gefasst und nett beschrieben werden. Felixund ich haben heute Morgen schon mehrfach überlegt, aberwir bringen die politische Verwirrung, aus der diese poetischeOrdnung liervorgehn könnte, schwerlich zu Stande, und ichwäre doch insofern so sehr nötliig in Berlin, dass ich mich soüberaus göttlich amüsiren würde. Die Sachen geschehen nie,wie man sie calculirt, darum trifft's vielleicht einmal. Esschweigt
Klingemann."
Felix.
London, 9. Oct. 29.
„— — Bei Euch nmss es jetzt wohl bunt, lebhaft undschön aussehn, könnte ich nur einen Augenblick herübergucken,