Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
Seite
199
Einzelbild herunterladen
 

Nacktabenteuer von Professor Eucke.

199

bedächtigem Schritt Luise *) tritt und sagt, wie sie schon eineganze Weile Diebe im Saal höre, sie seien auch mit der La-terne in den Garten gegangen und sie habe es für ihre Schul-digkeit gehalten, zu wecken, sie habe aber bloss das Mädchenwecken wollen und es sei ihr leid, uns gestört zu haben.Willielm steht auf, nimmt die rotlie Bettdecke um, lässt sichvon Luisen in Nachtjacke und Mütze vorleuchten und marscliirtmit gezogenem Säbel dem Saal zu. Die Thüre wird aufgerissenund es war auch hohe Zeit, denn eben war der Dieb mit derLaterne im Begriff, nach der Gartenseite zu entweichen. Alser aber Geräusch hört, sieht er sich um und wie er einenblossen Säbel erblickt, läuft er fort. Wilhelm ihm nach. DerDieb musste aber sehr gut Bescheid wissen, denn er nimmtsemen Weg grade nach des Gärtners Wohnung lim. Erst alssich Beide in seiner Stube befinden, stehen sie still und Ver-folger und Verfolgter brechen in ein lautes Gelächter aus:Herr Professor Hensel Herr Professor Encke süid Sie's ?Bitte tausendmal um Vergebung, ich habe Sie für einen Räubergehalten und meine Schwester Sie für einen Dieb. WieLuise mit ihrer Wachsamkeit geneckt worden ist, könnt IhrEuch denken."

*) Hensel's Schwester und damalige Hausgenossin.