Frankfurt a. M.
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ihm, sie brachen sich starke Stöcke ab und gingen getrost wei-ter, bis Heyse eine Meile von Grosskrenz Felix fand. Sein gu-tes und entschlossenes Benehmen (vielleicht auch die unerwartetfrühe Erlösung vom Warten) ersparte ihm den zugedachtenVerweis. Die zweite Tagereise — sie war sehr ermüdend —ging bis Magdeburg.
Nach einem Abstecher in den Harz reisten sie über Göt-tingen, wo Eebecka 36 Jahr später ihr Leben bescliliessensollte und wo die Bekanntschaft Blumenbach's gemacht wurde,nach Kassel, wo mit Spolir ein lebhafter musikalischer Verkehrstattfand. In Frankfurt „war grosse Conferenz von Vater,Dr. Neuburg und H. Heyse wegen des Weges, der zu nehmensei. Noch habe ich nichts erfahren, aber sie behaupten, niesei eine Eeise so eingerichtet worden."
In Frankfurt gab ihnen Aloys Schmitt eine Musik, dieFanny folgendermassen beschreibt: „Mit welcher Sehnsuchtdachte ich an Henning, an Eietz, an Kelch, Eysold etc. Duglaubst nicht, wie die lieben Leute uns die Ohren vollgerakelthaben. Da kam zuerst ein Violinspieler aus Paris, Femy,Schüler von Baillot, der einen grossen Kuf hat. Aufrichtiggesagt, gefiel er mir nicht im geringsten. Alles weich, ver-schwommen und verwischt, keinen Strich, keinen Ton, keineKraft. Felix war meiner Meinung. Dann begleiteten sie demarmen Felix sein Quartett. Mein einziges Vergnügen dabeiwar, Physiognomik zu studiren. Dann musste ich etwas spie-len — und nun lieiss mich nicht reden, lieiss mich schweigen.Das ganze Zimmer voll wildfremder Menschen, Schüler undFreunde von Schmitt, die Begleitung sehr schlecht, ich zitterndan jeder Fiber, warf so komplett um, dass ich vor A ergermich und die Andern hätte prügeln mögen. Mich vor zwanzigKlavierspielern so zu blamiren! Ich gehe darüber hinweg,sonst erhitze ich mich wieder. Dann spielte Femy noch einQuartett und zuletzt Sclimitt's jüngerer Bruder Variationen vonseiner Komposition. Schmitt hat eine gar nette Baumschuleum sich: der jüngere Eliot aus Strelitz war auch hier undFerdinand Hiller, sein Lieblingsschüler, ein schöner Knabe von10 Jahren, mit freiem und offenem Aeussern."