Erzieherin bei General Sebastiani.
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Befelil bloss zu meiner Disposition. — Ich habe meine eigeneWirthschaft (wie Mama das Wort Haushaltung immer nennt)und der Intendant bezahlt, was ich dafür ausgebe. Aus demBenehmen selbst dieses Intendanten sehe ich, wie der Generalmich behandelt wissen will. Was ich nur wünsche oder nötliigglaube, ist wie hergezaubert da. Kurz, ich wiederhole Euch,es ist nicht möglich, ehrenvoller und schmeichelhafter behandeltzu werden, als mir hier widerfährt. Und ich bin ganz DeinerMeinung, lieber Joseph, dass diese Behandlung- und die Meinungdes Vaters trotz allem übrigen Guten doch das Beste ist. Auchdie Mutter überhäuft mich mit Protestationen — kurz, es gehtganz gut, und wenn mir der Allmächtige das Kind erhält,und mir gewährt, es trotz der leichtsinnigen Umgebung gut,fromm und einfach zu erziehen, so will ich meine Bestimmungsegnen! — Gut ist es, dass ich mich von jeher zur Einsamkeitgewöhnte, denn freilich verlebe ich die Abende ganz allein,und von dem, was man gewöhnlich Vergnügen nennt, kanndie Kede nicht sein, da ich sie nicht verlasse und sie auchnicht zu solchen Dingen gewöhnen will. Aber diese Zurück-gezogenheit kommt bloss den andern Leuten sehr traurig vor,mich erschreckt sie nicht, ich weiss nicht, was ich diesesKindes wegen nicht thäte, so unaussprechlich lieblich ist sie!Dein Bild, lieber Abraham, hängt an meinem Bette, und dahabe ich ihr einen Morgen erzählt, dass Du auch eine Fannyhabest, nun fragt sie mich jedesmal beim Aufwachen, wie sichDeine Fanny befindet, und sendet Dehlern Bild Griisse zu. —Ich habe nie ein schöneres, von Geist und Gemüth ausge-zeichneteres Geschöpf gesehen, als dieses! Freilich kann ichmir auch das Zeugniss gehen, dass Wenige dies Kind so ver-stehen wie ich, obgleich sie von Allen auf Händen getragenwird, aber bloss unter meinen ist sie in den wenigen Tagen— aufgeblüht möchte ich sagen. Gott erhalte sie mir!"
Jedoch einige Jahre später schreibt sie der Schwägerin:„Fanny liebt Sie und die Ihrigen zärtlichst und denkt in Liebeder Kinder. Sie wird täglich schöner, besser und bedeutender,wenn auch nicht unterrichteter; was hilft das aber ? Ich sehedie sogenannte grosse Welt mit ihren verderblichen Forderungen