Druckschrift 
1 (1880) 1729 - 1835
Entstehung
Seite
VIII
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VIII

Tlieil geworden, und mit Recht. Bs ist ein eigenes Ding*um das gedruckte Wort: sobald ich die Briefe, welche ich bisdahin nur in den wohlbekannten Handschriften gelesen hatte,in Drucktypen vor mir sah, stand ich denselben viel objektiver,gewissermassen selbst als Publikum gegenüber und empfandsofort die UnStatthaftigkeit, den Leser beständig an meinenVerwandtschaftsgrad mit den Personen des Buchs zu erinnern.

Und noch ein zweites: ich glaubte zwar schon ziemlichstreng in der Kritik des Aufzunehmenden und Wegzulassendengewesen zu sein; indess auch hierin merkte ich bald, dass nochmehr gescliehn müsse, dass manches intime Geplauder zwar Reizfür den Nächststehenden, aber nicht für die. Leserwelt habenkönne, und dass namentlich in den beiden schnell aufeinanderfol-genden italienischen Reisen des Guten etwas zu viel gethan sei.

So waren denn die beiden Hauptarbeiten zur zweiten Auf-lage: strengste Aussonderung alles dessen, was füglich ent-behrt werden konnte, ohne charakteristische Züge zu opfernund alles dessen, was sich auf meine Stellung zu den handeln-den Personen bezog.

Auch die schon veröffentlichten und von mir wieder aufzu-nehmenden Briefe von Felix wurden einer noch strengerenSichtung unterworfen. Dagegen war ich in der Lage, ausserkleineren Vermehrungen, eine Reihe schöner Briefe von Abrahamund Lea Hendelssohn neu hinzufügen zu können.

Endlich empfand man es von vielen Seiten als einen Man-gel, dass das Buch mit dem Jahre 1847 kurz abschloss. Eswurde mir der Wunsch ausgesprochen, wenigstens andeutenddie weiteren Schicksale der anderen Hauptpersonen zu erwäh-nen. Diese Aufgabe war nicht leicht, ich habe versucht, ihram Scliluss zu genügen.