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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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wozu für die makroskopischen Formen die Demonstration ander Leiche und das Vorzeigen der Präparate unserer Samm-lungen dienen, für die mikroskopischen Gebilde die Demon-strationen unter dem Mikroskop.

Aber — abgesehen davon, daß wir unseren Zuhörernnicht Alles in natura in der Vorlesung vorzeigen können, eines-theils, weil uns nicht Alles und zu jeder Zeit zu Gebot steht,anderntheils weil, was insbesondere für die mikroskopischenDemonstrationen gilt, die Demonstration zu zeitraubend ist*)und wir daher schon deßhalb darauf augewiesen sind, dasNaturobjekt durch eine Zeichnung zu ersetzen, ist es jedenfallssehr häufig nothwendig, dasselbe durch eine solche zu er-läutern; denn auch das Sehen, insbesondere das mikroskopischeSehen, muß gelernt werden und dazu dienen vor Allemschematische Zeichnungen.

Wir sind deßhalb stets daraus angewiesen, das Objektdurch eine Zeichnung zu erläutern, wenn nicht zu ersetzen. Imanatomischen Vortrag Pflegen wir daher heutzutage allgemein,in dem der Demonstration vorangehenden theoretischen Theildes Vortrags die Kreide in der Hand zu haben und durchSkizzen auf der Tafel der Beschreibung Gestalt und Leben zuverleihen. Solche während des Vortrags entstandene Skizzensind — vorausgesetzt, daß der Vortragende ein einigermaßengeübter Zeichner ist — von großem Werth; die Zuhörer ge-langen allmälig dazu, dieselben nachzuzeichnen und erfahrendabei, daß die Gedächtnißbilder, die einmal ihren Weg durch

Die Möglichkeit, mikroskopische Bilder einem ganzen Audi-torium auf einmal sichtbar zu machen, die früher an das unzuverlässigeSonneumikroskop geknüpft war, ist uns jetzt, Dank der Photographie,jederzeit gesichert. Wir besitzen jetzt Apparate, wie das Scioptikonu. a., welche es uns ermöglichen gnte Glas-Photographien mikroskopischerObjecte auf eine Wand zu projiciren und so vielen zugleich sichtbarzu machen.