An Stelle des Vorworts;
Im Aitenstnbli.
Wenn auch nur wenig ovn dein, was für dieZukunft wir PlauenAuszuführen gelingt, Werth hat auch der Entwurf;Ist's doch ein schöpferisch Thun, das belebt die
müßigen Stunden,Hält elastisch den Geist unter der Gegenwart Druck.Schwindet selbst hiezu der Mnth, dann naht der
Abend des Lebens;In der Vergangenheit nur weilet fortan der Sinn.
Ultenstübli nennt man da und dort ans dem Schwarzwalddie Stube, in welche der alte Hofbaucr sich zurückzieht, wenner den Hof an den Sohn oder Nachfolger abgegeben. Hier sitzter am Abend eines arbeitsamen Lebens in beschaulicher Ruhe,überblickt die Felder, welche er einst selbst bebaut, sieht zu,wie die Jungen jetzt daraus arbeiten, säen und ernten unddenkt der Vergangenheit.
Und wie für den Landmann, so kömmt auch für den Lehrerund Gelehrten die Zeit, da er sich ins „Altenstübli" zurück-ziehen muß.
Daß er aber in diesem sich selbst und seine Vergangen-heit vorzugsweise zum Gegenstand des Nachdenkens macht, hatWohl seine sehr natürliche Begründung.
Nicht ein Jeder besitzt überhaupt die Anlage, über sichselbst zu reflcktiren, aber auch bei den dazu Befähigten er-