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zusammenhält, immer mehr lackern und in Folge davon eineZersplitterung, ein Aufgehn im Detail Platz greisen, welcheder wahren Wissenschast entschieden zum Schaden gereichenmüßten.
Unter dieser Mißgunst leiden natürlich zunächst solcheVorlesungen, welche weniger die Erwerbung praktisch verwerth-barer Kenntnisse als allgemein wissenschaftliche Bildung zumZweck haben, wie z. B. Encyklopädie der Mediciu und Geschichteder Mediciu, dann solche, wie spezielle Pathologie und chirurgischeNosologie, für welche mau in den klinischen Vorträgen ge-nügenden Ersatz zu finden glaubt. Die beiden erstgenanntenVorlesungen z. B. wurden „Damals" d. h. vor 50 Jahrenziemlich regelmäßig gehört, während man sie jetzt kaum ange-kündigt findet.
L. Die Zeichnungen beim anatomischen Unterricht.
Während der anatomische Unterricht, den ich an hiesigerUniversität genoß, weder durch Zeichnungen an der Tafel nochdurch sonstige bildliche Darstellungen illustrirt war, gilt esheute für selbstverständlich, daß der Vortrag einer morpho-logischen Diseiplin die Unterstützung der zeichnenden Künsteund selbst der Plastik nicht entbehren kann, wie sich dieses jaauch aus der Aufgabe dieses Unterrichts von selbst ergiebt.In diesen Gebieten besteht ja der Inhalt des Wissens nichtsowohl aus Begriffen als aus Anschauungen und Bildern, diewir mit uns herumtragen und ein genaues Wissen ist an dieFähigkeit geknüpft, diese Bilder jeden Augenblick vor unsermgeistigen Auge reproduciren zu können und ^ wenn unsereHand uns nicht im Stich läßt ^ dieselben auch einem Anderenauf dem Papier zum Verständniß zu bringen. Der Unterrichtin der Morphologie hat daher zur Hauptaufgabe, dem Lernen-den zum Besitz solcher Anschauungen zu verhelfen. Diese Aus-gabe erfüllen wir aber natürlich in erster Reihe dadurch, daßwir die betreffenden Theile den Zuhörern in natura vorführen,