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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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12. August 1867 genehmigt und damit der Grund zu deminzwischen ganz stattlich herangewachsenen Museum gelegt.

24. Das Jahr 1879.

Im April dieses Jahres sand in Mainz die erste (con-stituirende) Versammlung der deutscheu anthropologischen Ge-sellschaft statt, bei welcher auch das Correspondeuzblatt derselbengegründet und unser Archiv für Anthropologie zum Organder Gesellschaft erklärt wnrde. In Folge hievon trat nunauch der jeweilige Generalsecretär der Gesellschaft als Mitgliedin die Redaktion desselben ein. Da ich in Freiburg schonlängere Zeit für die Gesellschaft thätig gewesen war. konnteich bei der Gründung als Bevollmächtigter der relativ statt-lichen Anzahl von 80 Mitgliedern auftreten. Um der Ver-pflichtung zu genügen, welche jeder Theiluehmer an der Ver-sammlung übernahm, in seinem engeren Heimathland für dieZwecke der Gesellschaft zu wirken, hielt ich bald darauf, am14. Mai in Karlsruhe einen öffentlichen Vortrag über dieZwecke der deutschen anthropologischen Gesellschaft und über dieanthropologische Forschung überhaupt (abgedruckt im Corre-spondenzblatt der deutschen anthropologischen Gesellschaft 1870Nr. 6u. 7).

Die Versammlung des folgenden Jahres 1871 in Schwerinbesuchte ich nicht, dagegen die in Stuttgart (1872), München(1875), Constanz(1877), Straßburg (1879) und Verlin (1880).

Daß in dem Sommer 1870 nach Ausbruch des Kriegesan ernstliche wissenschaftliche Arbeit nicht zu denken war, istwohl sehr begreiflich. Neben der allgemeinen Antheilnahme auden Geschicken des Vaterlandes war es auch die fortwährendepersönliche Sorge, die einen gnälte. Mein Schwiegersohn be-fand sich als Hauptmann in dem Armeecorps des Generalv. Werder und war man an dem einen Tag getröstet, seinenNamen nicht in der Verlust-Liste zu finden, so traf schon