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Insbesondere galt es nun zunächst, die von mir imJahre 1357 neugegründete anthropologische Sammlung (s. obenS. 116), die im alten Institut gar keine Aufstellung findenkonnte und inzwischen sich sehr bedeutend vermehrt hatte, ineinem besonderen Saal zweckmäßig aufzustellen.
Sodann ließ ich es mir jetzt auch angelegen sein, einebesondere Sammlung für Entwicklungsgeschichte auszustellen,wofür ich schon seit langer Zeit Material gesammelt hatte, dasaber erst jetzt in den neuen Räumen Platz finden konnte,darunter die zahlreichen Wachspräparate von I)r. Ziegler.Das genaue Studium der Hirnwindungen, mit welchem ich seiteiniger Zeit beschäftigt war, führte ebenfalls zur Aufstellungeiner neuen Sammluugsgruppe. Die Ueberzeugung, daß einVerständnis) der Windungen des erwachsenen menschlichen Ge-hirns nur aus dem Wege der Entwicklungsgeschichte zu gewinnen,veranlaßtc mich, hiefür Material zu sammeln, was mir dennauch durch die gütige Mitwirkung zahlreicher ärztlicher Kollegenin unserem Lande in unerwartet reichem Maße gelang. Zahl-reiche trefflich erhaltene Präparate illustriren diese Entwicklung,und nach diesen hat vr. Ziegler ebenfalls wieder eine Reiheinstructiver Wachspräparate gefertigt.
Und noch zu einer weiteren Universitäts-Sammlung, dieübrigens mit der anatomischen Anstalt in keinerlei Verbindungsteht, wurde in diesem Jahre der Grund gelegt, — zu derSammlung für Urgeschichte und Ethnographie (Museumfür Völkerkunde). Ich machte zu dieser Zeit meine Privat-sammlung urgeschichtlicher Gegenstände der Universität zumGeschenk zum Behuf der Gründung eines archäologisch-ethno-graphischen Museums. Dieselbe bestand in einer Sammlungvon Psahlbaufunden des Bodensees, von Feuersteinwerkzeugendes Sommethals (Geschenk von Louobsr äs Uortüss) und ausHolstein, dann aus einer Anzahl von Gräbersunden ausfränkischen und alemannischen Reihengräbern. Die Grün-dung dieses Museums wurde durch Ministerial-Erlaß vom