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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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denn — Wagner war stets ein Pessimist dnrch und durchwir gehen Ungeheuern, ja wahrscheinlich entsetzlichen Zeiten ent-gegen, meine anthropologischen Studien verkünden mir einengroßen Rassenkrieg, der uns und unsere ganze Generationvernichtet. —

An die ioouos pliMoloZ'iono schloß sich sofort eine andereArbeit an, die eigentlich durch dieselben hervorgerufen war.Eine der Tafeln war der Anatomie des Nervensystems desFrosches bestimmt und sollte zur Oricntirung bei physiologischenVersuchen dienen. Bei der Ausarbeitung derselben stellte sichmir aber das Bedürfnis; einer vollständigen Anatomie unseresphysiologischen Hausthicres immer klarer vor Augen und, vonverschiedenen physiologischen Freunden dazu ermuthigt, unter-nahm ich diese Arbeit. Die erste Lieferung erschien 1864,dann trat eine lange Pause ein, insbesondere dadurch veran-laßt, daß ich mehr und mehr von anthropologischen Arbeitenin Anspruch genommen wurde. Mit Unterstützung von meinemjungen Kollegen, Professor Wiebelsheim, der mehrere Capitel zubearbeiten übernahm, erschien der Schluß im Jahre 1882.

21. I. P. Hebels 109 jährige Gebnrtstagfeier. 1860.

Hebels alemannische Gedichte lernte ich schon früh kennenund sowohl von Vater als Mutter hörte ich häufig Citate ausdenselben, so daß sie mir bald geläufig wurden. Als Gymnasiastbrachte ich meist einen Theil der Ferien bei befreundeten Fa-milien im Markgräflerlaud (Mttllheim, Lausen) und iin Wiesen-thal zu, lernte Sprache und Sitte des Volkes kennen und das-selbe lieben und dabei Hebel immer mehr verstehen und ver-ehren. Nachdem nun 18SN die Schillerfeier dahier so schönverlaufen war, erschien es mir und verschiedenen meiner Freundeals eine patriotische Pflicht, auch für unseren ein halbes Jahrjüngeren vaterländischen Dichter eine ähnliche Feier, wenn auchin kleinerein Maßstabe, zu veranstalten. Hiezu kamen noch