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andere Beweggründe. In späteren Jahren war ich Hebel auchnoch in anderer Weise näher getreten. Der Großvater (mütter-licher Seite) meiner Frau, der würdige Kirchenrath Engler inKippenheim (f 1850) war ein intimer Freund Hebels und beidestanden lange Zeit hindurch miteinander in vertrautem Brief-wechsel. Nach dem Tode des erstem gelangten diese Briese inmeinen Besitz und ich unternahm es nun, zur Feier des 100 j.Geburtstags 10. Mai 1860 eine Auswahl dieser Briefe zupubliciren. Zu gleicher Zeit aber trat ich mit einer Anzahlgleichgesinnter Freunde zu einem Comits zusammen, um eineöffentliche Feier zu veranstalten. Diese verlies in folgenderWeise. Am Vormittag des genannten Tages fand ein Festaktim Kaufhause statt, bei welchem ich — nach einer musikalischenEinleitung — die Festrede hielt- Am Abend fand eine Fest-vvrstellung im Theater statt. Lebende Bilder, Semen ausHebels Gedichten darstellend, mit Passender Musikbegleitung.Ein einleitendes Gedicht in alemannischem Dialekt war bestimmt,die Bedeutung des Festes zu erklären. Die Seme war imWiesenthal zwischen Schopfheim und Hausen und die Zeit derMorgen des Festtages selbst, an welchem in Hebels Heimathein Festzug stattfand. Eine Mutter erklärt ihrem Knabenden Grund der Festlichkeiten. Die Tochter meines Freundesv. Rottcck (jetzt Frau Med.-Rath Baumgärtner in Baden) trugdasselbe in Markgräflertracht vor. Das Gedicht, sowie dieFestrede und eine Auswahl der obgenannten Briese erschienendann unter dem Titel: Zu I. P. Hebels 100jähriger Geburts-tagsfeier am 10. Mai 1860 in der F. Wagnerischen Buch-handlung.
22. Neue Arbeiten: das Archiv für Anthropologie Ausgrabungen.
1861—1865.
In dem Dccenninm von 1850 bis 1860 war das Interessefür die Anthropologie im heutigen Sinne des Worts d. h. dieNaturgeschichte und Urgeschichte des Menschen in Deutschland