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Schwierigste und Wichtigste. Das Antworten ist dann dasrelativ Leichtere.
Von Karlsruhe wollte Baer noch in die Schweiz reisenund versprach mir, bei dieser Gelegenheit mich in Freiburg zubesuchen. Nach Schluß der Versammlung hieher zurückgekehrt,erhielt ich wenige Tage darauf einen Brief von ihm aus einemhiesigen Gasthaus. Er war spät Abends angekommen, wollteden andern Morgen nach Basel und kündigte sich nun vor-läufig auf einen der nächsten Tage an, um unsere Schädel-sammlung zu sehen; denn er sei jetzt besonders auf die leerenKöpfe versessen.
Wenige Tage darauf (am 4. Oktober) kam ciu Brief ausBasel, welcher meldete, daß er etwas später eintreffen werde.„Ich muß vorher eine Fahrt nach Chur machen, weil die Grau-bündtner ganz besondere Köpfe haben sollen, von denen icheinen hier vorgefunden habe. Ich muß doch sehen, ob das all-gemein ist". Erst am 15. October — so lange hielten ihndie rhätischen Köpfe fest — traf der alte liebenswürdige Herrhier ein und verlebte einige Tage in meinem Hause, die mirstets unvergeßlich bleiben werden. In unserer Sammlunginteressirten ihn ganz besonders die Reihengräberschädel, diedamals noch als Kelten figurirten, weil er eine große Aehu-lichkeit zwischen denselben und einem in Rußland ausgegrabenenSchädel, den er für einen Kimmerier halte, fand*).
Im Jähre 1359 erschien die Schußlieserung meiner ioonesxbz'sioloKioao, die ich im Jahre 1850 begonnen hatte. — DasWerk fand allenthalben freundliche Aufnahme, und Nud. Wagnerschrieb mir bei Empfang der letzten Lieferung: „ich habe die-selbe soeben mit großem Vergnügen durchlaufen und freue michvon Herzen, daß Sie das mühevolle Unternehmen so glücklich zuEnde gebracht" und fügt bei: und zwar noch vor Thorschluß;
*) Es ist dies ohne Zweifel der im Archiv für Anthropologie(Band X. S. 223. Taf. IX) erwähnte Schädel aus dem skhthischenGrabe bei Alexandropol.