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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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klärung" und dann erst wird das Gcmüth auch Trostgründenzugänglich, wie dies ein alter Römer so schön ausgedruckt hat.Ulinins der Jüngere schreibt in einem Trostbriese an seinenFreund Zckarosllinns- 11t onim ornckuin aäbno vulnus msäentinmmann« rotormiäat cloinäo xatitnr atguo nitro roguirit, sie rsosnoanimi cioior oonsoiationss rchieit ao rslnAit, mox äosiäorat stoismsntsr aämotis aegnissoit.

So scheint in demselben Maße, als der Körper in derErde sich allmälig in seine Atome auflöst, auch unser Er-innerungsbild sich zu verflüchtigen. — Solange dieses abernoch in aller Lebendigkeit vorhanden ist, den Leib gewaltsamund plötzlich zu zerstören, wie bei der Feuerbestattung, erscheintmir roh und widernatürlich.

18. Ruf »ach Gießen. — Der Hcimath treu geblieben (1855).

Mitte Januar erhielt ich ein Schreiben des Kanzlers derUniversität Gießen, Professor Birnbaum, mit der Anfrage,ob ich geneigt sei, die durch Bischoff's Berufung nach Münchenvacant gewordene Professur der Anatomie und Physiologie andortiger Universität zu übernehmen. Was bei der Berufungvon Basel nach Freiburg im Jahre 1850 mich allein unbe-friedigt gelassen hatte, daß die Lehrstelle am letzteren Ort nichtauch zugleich die der Anatomie war, dieses Desiderat war nunhier erfüllt, Anatomie und Physiologie zusammen war mir hierangetragen und doch lehnte ich schließlich ab, um meiner Vater-stadt und der Universität meiner Väter getreu zu bleiben.Neben dem Professor ist man eben auch noch Mensch, Sohn, Gatte,Vater und diese Eigenschaften spielen in derlei Fragen dochauch sehr mit. Der schwere Verlust unserer Kinder im Jahre1854, die Rücksicht aus meine hochbejahrte Mutter und aufmeine Schwiegermutter, die durch den Tod meines trefflichenSchwiegervaters noch schwer ergriffen war, Alles fiel in dieWagschale und da das großh. Ministerium in liberalster Weise