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aufgepfropften Nachträgen und Znsätzen, so Cnvier in allenseinen Werken, so Ioh. Müller in seiner 4. Auflage, so Valen-tin u. A. und so werden die Bücher, was die Engländer„Prüll)'" nennen. Man kann sich eben von gewissen An-schanungspunkten nicht trennen und bleibt zu subjektiv. Einanderer Arbeiter hak ein feineres Auge für die Mängel.
Nachdem diese Fragen erledigt, nahm ich den Antrag sehrgerne an, da mir die Ausführung desselben Veranlassung gab,einmal das ganze Gebiet der Histiologie, sowie der Entwicklungs-geschichte selbständig und gründlich durchzuarbeiten und dann,weil ich nun auch Gelegenheit fand, die Kunst des Zeichnens,die ich stets mit Vorliebe geübt, einmal in ausgedehntererWeise in Anwendung zu bringen.
Die Aufgabe war jedoch eine erheblich schwierigere als ichmir Anfangs gedacht und ein vollständiges Lehrbuch der Histio-logie und Entwicklungsgeschichte hätte mir wohl nicht mehrMühe gemacht, wäre mir aber wahrscheinlich von der Kritikhöher angerechnet worden. Für jede Tafel hatte ich eine ganzeReihe von Specialuntersnchnngen anzustellen, um die für diebildlichste Darstellung passendsten Objekte herauszufinden unddann mußte das Bild, so wie ich es gesehen und aufgefaßt,auch genau wiedergegeben werden; denn wenn man auch beietwa noch vorhandenen Zweifeln sich nvthigenfalls im Textediplomatisch ausdrücken kann, so kann man doch unmöglichdiplomatisch zeichnen.
Am 27. Januar erhielt ich die erste Nachricht von derBerufung v. Siebold's von Freiburg nach Breslau und vonden Vorschlägen der Universität Freibnrg zur Wiederbesetznngdieser Professur. Am 9. Februar kam Siebold selbst nachBasel, blieb mehrere Tage bei mir und thcilte mir das Nähereüber den Stand der Sache mit. Eine von der Fakultät am8. März an mich gestellte Anfrage, ob ich geneigt wäre, mitder Professur der Physiologie und vergleichenden Anatomie auchdie der Zoologie zu übernehmen, beantwortete ich sofort be-