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jahend. So wurde mir denn die Lehrkanzel der Physiologie,vergleichenden Anatomie und Zoologie an der Universität Frci-burg angeboten und ich nahm unbedenklich an. Wäre mirauch die Profcssur der Anatomie die erwünschtere gewesen, sowar ja diese für die Zukunft nicht ausgeschlossen und dannwaren es ja das Vaterland und die Vaterstadt, die den Rufan mich ergehen ließen und wie gerne folgte ich diesem in dieHeimath!
Doch gicng die Uebersiedlnng leider nicht so rasch vonStatten, als wir es wünschten; die Kinder erkrankten nach-einander am Scharlach und ich mußte allein in die alte neueHeimath einziehen, da die Ferien zu Ende giengen. Am Pfingst-dienstag den 21. Mai begann ich meine Vorlesungen überPhysiologie an meiner geliebte» heimischen Universität undzwar vor 35 Zuhörern, eine Zahl, die ich seit Heidelberg nichtmehr gesehen. Das gab nur neuen Mnth und neue Lust amLehren.
16. Wieder Daheim. 1851-1853.
Die folgenden Jahre 1851 —53 leben in meiner Erinnerungals mit die ungetrübtesten meiner Laufbahn. Wir erfreutenuns der wiedergewonnenen Hcimath, die ich nun nicht mehr zuverlassen fest entschlossen war, und es gewährte mir eine' eigeneFreude und Beruhigung, im Interesse meiner geliebten heimischenUniversität nunmehr auch bleibende Einrichtungen schaffen zukönnen.
Mein Vorgänger in der Professur der Physiologie, Zoologieund vergleichenden Anatomie, v. Siebold, welcher im Jahr1815 hieher berufen worden war, hatte es sich zur erstenAufgabe gemacht, die zoologische Sammlung in einen der heutigenWissenschaft und unserer Universität würdigen Zustand zu ver-sehen, eine Aufgabe, die er, wie wir ihm dankbar nachrühmen,in vollkommenster Weise gelöst hat. Ein gleiches auch für diezootomische Sammlung und das physiologische Institut zu thun,