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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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fliehen und er glaubte, bei dein begonnenen Unternehmen aus-dauern und selbst mit ihm fallen zu müssen. Er ist, wie ichvoraussah, mit Muth und Standhaftigkeit in den Tod ge-gangen.

Die zweite Hälfte dieses Jahres, in dessen erster uns einliebes Kind geschenkt ward, brachte uns noch einen schwerenVerlust. Der treffliche Vater meiner Frau, der großh. Bau-rath Hans Voß, unterlag am 4. October einem heftigen Ruhr-Anfall und hinterließ eine schmerzliche Lücke. Geboren 1783zu Entin als der Zweitälteste Sohn von Joh. Heinrich Voßwurde er in früher Jugend von einem Ohrenleiden befallen,das ihm einen hohen Grad von Schwerhörigkeit hinterließ. InFolge davon konnte er sich nicht, wie es vielleicht der Wunschder Elter» gewesen war, gleich seinen beiden Brüdern Heinrichund Abraham dem Gelehrtenstand widmen, sondern wendetesich, da er viel Geschick im Zeichnen hatte, der Baukunst zu.Als sein Vater nach Heidelberg übersiedelte, kam er nach Karls-ruhe auf die Bauschule, wo er bald unter den badischen Archi-tekten eine ehrenvolle Stellung einnahm. Zahlreiche öffentlicheBauten im Großherzogthnm, insbesondere Kirchenbauten sindsein Werk, vor allem aber hat er sich durch den Bau der Heil-nnd Pfleganstalt Jllenau ein unvergängliches Denkmal gesetzt.Zur Erinnerung an dieses Verdienst ist in einem Saale der-selben seine Büste aufgestellt.

15. Berufung nach Frciburg, 1850.

Die Constellation ganz zu Anfang des Jahres schien keinebesonders günstige. Mit einem ernstlichen Unwohlsein tratmeine Frau in das neue Jahr und kaum war dieses, glücklicherweise bald, gehoben, als unser jüngstes Kind an der Kopfrosegefährlich erkrankte und uns mehrere Tage hindurch ernstlicheSorgen bereitete.

Doch zeigten sich auch wieder freundlichere Sterne. Am18. Januar erhielt ich einen Brief von dem Verlagsbuchhändler