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gewunderten wieder zurückzufließen. Aber schon flnthete einneuer Wanderzng von Flüchtlingen heran, die Teilnehmer ander Revolution, die vor den Siegern flohen und ein Asyl inder Schweiz suchten, und damit änderte sich die Scenerie ansdem kleinen Welttheater der Rheinbrücke abermals und in auf-fallendster Weise. Wahrhaft betrübend war es hiebet, diearmen verführten badischen Soldaten zu sehen, die ohne Waffen,in abgetragenen, zum Theil zerrissenen Uniformen trübselig undgedrückt einhergiengen, gedrückt offenbar von der traurigen Er-kenntniß, daß ihnen anstatt der versprochenen Freiheit eineAbhängigkeit zu Theil geworden, die weit schlimmer als diefrühere war. Einen mehr widerwärtigen Eindruck machten da-gegen die Professionsmäßigcn Revolutionsmänner ans allerHerren Länder, wie Microslawski und seine Polen und Ungarn,die gehobenen Hauptes einhergiengen, gewissermaßen an solcheWechsel des Geschickes längst gewohnt. Das ^ freilich redlichverdiente — Schicksal der badischen Soldaten zu bedauern,hatte ich noch weitere Veranlassung, als ich am 15. Juli nachLnzern reiste, um meinen alten Freund Hunkeler daselbst zubesuchen und zur Erholung einige Tage auf dem Rigi zuzu-bringen. In Lnzern waren zahlreiche derselben internirt, ziem-lich schlecht untergebracht und überdies von den Schweizern,von welchen sie früher als Freiheitshelden bejubelt wordenwaren, verächtlich behandelt. Einzelne, die ich ansprach, warensehr froh, einen Landsmann zu sehen und sehnten sich sehr ausihrer jetzigen „Freiheit" nach der früheren „Knechtschaft".
Jetzt constituirten sich in Baden die preußischen Kriegs-gerichte und bald knatterten die Gewehrsnlven, welche die Ur-theilssprüche derselben in Rastatt und Freiburg vollstreckten.Am letzteren Orte geschah dies in der Nähe des Kirchhofs derVorstadt Wiehre und meine Schwiegereltern, die jetzt in derNähe des dahin fuhrenden Thores wohnten, erzählten mir nach-her oft, welchen Endruck es ans sie gemacht, wenn am frühenMorgen das zur Erecntion bestimmte Commando unter ihren