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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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Dabei wurden die Beobachtungen über das Ozon fleißigfortgesetzt und allabendlich und jeden Morgen mit Jodkalium-kleifter bestrichene Papierstrcifen vor die Fenster gehängt, umdie Luft auf Ozon zu prüfen. Ich hatte es meiner zeitlebens ziem-lich empfindlichen Respirationsschlcimhaut zu danken, daß ich mitdem Jodkaliumkleister concurriren und meinem Kollegen oft vorhersagen konnte: heute Nacht wird es sich stark bläuen oder dglU).

In dem Herbste dieses Jahres machte ich die Bekannt-schaft von C. Th. v. Siebold, von welcher für mich eine neueLehrzeit in Zoologie begann. Nachdem zu Ostern 1845 Arnoldeinem Ruf nach Tübingen gefolgt war wurde die Professur derAnatomie an der hiesigen Universität seinem bisherigen Proscctorvr. Kobelt übertragen, für Physiologie, Zoologie und ver-gleichende Anatomie dagegen Siebold von Erlangen berufen,der zum Herbste 1845 hier eintraf. — Da wir stets dieFerien in Frciburg zubrachten, hatte ich öfters Gelegenheit ihnzu sehen und auch er besuchte mich in Basel. Insbesondereaus den gemeinschaftlichen Excursionen, die wir von hier ausan die Altwasser und Sümpfe des Rheins, besonders aus demlinken Ufer machten, lernte ich die reiche Süßwasserfaunagründlich und auf die angenehmste Art kennen.

12. Basel. Reise nach Italien 1847.

Nachdem ich nun, insbesondere unter dein Einfluß vonSiebold mich mehr und mehr zootomischen Studien zugewandthatte, erschien es mir nvthwendig, auch einmal die Meeres-fauna und insbesondere die im frischen und lebenden Znstandemir noch ganz unbekannten Formen der Quallen, Polypen,Uallinoäöi'msn, ^seiäien, dopbaloxoüan zc. ans eigener An-schauung kennen zu lernen und so folgte ich der Einladungmeines Freundes, mit ihm einen Aufenthalt in Trieft zu

ch S. A. Ecker, Das Ozon vielleicht Ursache von Krankheiten.Beobachtungen v. Schönbein. Zeitschrist für rationelle Medicin.Band VI. S. 178.