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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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das natürlich wieder einen gewaltigen Widerstreit der Gefühlein mir hervorrief. Am 21. November verließ ich mit Frannnd unserem IH2 jährigen Töchterchen Heidelberg, das sich nocham Abend vorher nochmals in seinem studentischen Glänzezeigte bei einem zu Ehren von Gervinus veranstalteten Fackel-zug. Der Abschied von Heidelberg, in dem wir zwei glücklicheJahre verlebt hatten, nnd gute Freunde zurückließen, fiel unsschwer, nicht minder der von dem badischen nnd deutschen Vater-land. An einem schönen Spätherbstabend kamen wir an unseremneuen Bestimmungsort an; als wir über die Rheinbrücke fuhren,stand der Mond am Himmel und der schöne Strom erglänztevon tausend Lichtern, was das Kind zu lautem Jubel veran-laßte, und auch uns den unangenehmen Eindruck vom verflossenenSommer vergessen, und froher und vertrauensvoll den kommen-den Tagen entgegen sehen ließ. Wir stiegen in einem Gasthausam Rhein ab und genoßen noch lange vom Fenster aus denschönen Anblick und als wir zur Ruhe gingen, fühlten wir unsschon etwas heimisch in Basel. Und daß wir sogleich amanderen Morgen in schöner Lage (am Rhein in Klein-Basel)eine bequeme und geräumige Wohnung fanden, trug natürlich sehrzur Befestigung dieser Stimmung bei und noch mehr der weitereUmstand, daß in demselben Hanse schon zwei Collegen wohnten.Während unsere Wohnung eine Treppe hoch lag, wohnte einStockwerk höher mein College Schönbcin mit seiner Familie,Fran und mehreren Mädchen und drei Treppen hoch der Prof.der Philosophie F. Fischer, ein ehemaliger Tübinger Stiftler,der unverheirathet war und sein Herz an altdeutsche Bilderans Goldgrund gehängt hatte. Dieses Zusammenwohnen gabbald daraus bei einem Diner das dieser seinen neuen Mit-bewohnern gab, unserem Collegen Wilhelm Wackernagel Ver-anlassung zu einein trefflichen Toaste. Bekanntlich haben inden alten Schweizerstädten und so auch in Basel viele Häusereigene Namen. So befand sich in unserer Nähe ein Zunst-haus, welches den Namen führte: „zu den drei Ehrcnthieren".