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und in diesem Herbste ebenfalls für einige Tage anwesend war,erklärte sich mit der ihm eigenen Energie und Bestimmtheitgegen die Verbindung van acadeinischer Lehrtätigkeit mit me-dieinischer Praxis (die klinischen Fächer ausgenommen) und eses ist mir unvergeßlich, wie er, gleich einem Hohen Priesterder Wissenschast, von der Würde und den Aufgaben des aca-demischen Lehramtes sprach.
Jede einzelne Vorlesung, sagte er, betrachte als eine ernsteAufgabe und bereite Dich sorgfältig daraus vor, und wenn Duauch einmal schon 30 Jahre Professor gewesen bist, so unter-lasse das nie. Dieser Mahnung bin ich eingedenk gebliebenund wenn ich so glücklich war, in meiner 42jährigen academi-schen Lehrthütigkeit etwas zu leisten, so verdanke ich dieses zueinem nicht geringen Theile diesen Grundsätzen von Oken undwenn es je einmal in dieser doch immerhin langen Zeit imDrang der Umstände mir widerfuhr, daß ich nicht dazu kammich vorzubereiten, glaubte ich die vorwurfsvolle Stimme meinesväterlichen Freundes zu hören ch.
So trat der Gedanke an die Ausübung der Heilkundeimmer mehr in den Hintergrund, und ich hatte denselben eigent-lich und zwar in Folge eines kleinen Ereignisses, das so zusagen den letzten Tropfen in das schon volle Gefäß goß unddasselbe zum Uebcrlaufen brachte, ausgegeben, als noch ein wei-teres hinzutrat, das den Knoten mit dem Schwert zerhieb unddas ich im folgenden Kapitel schildern will.
9. Versetzung nach Heidelberg.
Diesem Kapitel könnte ich sehr wohl das Motto vor-setzen- Kleine Ursachen, große „Wirkungen"; denn in der Thatklein genug war eigentlich die erste Veranlassung dieser Ver-setzung. Es ist diese nämlich, miradilo äiotn, durch ein kleinesWürmchen veranlaßt.
ch S. meine biogr. Skizze von Oken. Stuttg. 1830 S. 60Anmkg. Nr. 32