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denscin verschiedener geologischer Formationen in nicht zn weitemUmkreis, die damit zusammenhängende Mannigfaltigkeit und derReichthum der Flora, alles dies führte fast von selbst auf dieBeschäftigung mit der Natur. L. Oken, bekanntlich ein Schülerunserer Universität, meinte schon, diese Umgebung sei für dieNaturwissenschaften wie geschaffen und Studenten, die sich mitdiesen oder der Medicin beschäftigen, müßten einen besonderenReiz haben, dahin zu wandern.
Die Ansichten über diese Einrichtung gehen bekanntlichsehr auseinander; es ist aber sicher nicht zu bestreiten, daß dieNaturwissenschaften damals in diesem Biennium von den Medi-cinern in einer ganz andern Weise betrieben wurden als heut-zutage. Und hiefür liegt ein doppelter Grund vor! einmalbleibt den Mcdicincrn heute neben dem Fachstudium kaum nochZeit, sich mit den erstcren abzugeben. Dann aber legt manvon oben den descriptiven Naturwissenschaften einen nur geringenWerth für die Ausbildung des Arztes bei und legt das Haupt-gewicht auf die Mathematik.
Was mich betrifft, so muß ich mich dahin aussprechen,daß, wie sehr ich auch den Werth einer tüchtigen mathematischenBildung für den Arzt anerkenne, ich doch die jetzt vielfach an-gestrebte gänztiche Verdrängung des Studiums der deseriptivenNatnrwisscnschasen sehr bedaure. Ich halte die fleißige Beschäfti-gung mit den Naturprodukten, Pflanzen, Thieren, Mineralien,das Sammeln derselben und Vergleichen für ein wichtigesformelles Bildungsmittel und wer erfahren hat, mit wie wenigausgebildetem Untcrscheidnngsvermögen unsere jungen Leutevom Gymnasium ans die Universität kommen (wovon derGrund unschwer in dem oben gerügten mangelhaften natur-wissenschaftlichen Unterricht aus dem ersteren zu finden ist) wirdmir darin Recht geben. Und doch ist die Ausbildung geradedieses Vermögens für den künftigen Arzt von der allergrößtenWichtigkeit; denn es ist ein alter richtiger Satz: Hui bonoäistinAuit, Veno nwäobitnr.