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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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werden ja auf der Universität gelehrt. Wäre es also nichtverkehrt, dieselben in den niederen Schulen mitzutheilen? Daraufkönnen wir antworten: Was ihr für Euch braucht, brauchenwir auch für uns. Zuerst laßt ihr die Kinder bei ihrerMutter und bei ihren Kameraden Wörter sammeln, dann nehmtIhr sie in die Schule, formt und stellt die Wörter nachRegeln d. h. nach ihrer Bedeutung; auf der Universität philo-sophirt Ihr endlich darüber und lehrt den innern und noth-wendigen Zusammenhang der Sprache kennen." Ebenso giebtes auch für die Naturwissenschaften drei Stufen des Unterrichts,die des Sammelns der Materialien, die des Ordnens, und end-lich des Ausbaues, d. h. ooxia vvrborum, Grammatik und philo-sophische Betrachtung ^ die Nvrbereitung, Gymnasium undUniversität. ^ Was wollten die Philologen mit ihren Schülernanfangen, wenn diese nicht vorher durch ihre Mutter Vokabelngelernt hätten. Wie komisch und verdrießlich würden sie sichin der Schule benehmen, wenn sie ihre Kinder erst reden lehrensollten. Das aber muthen sie uns, den Universitätsprosessorender Naturwissenschaften zu, die Studenten sollten von uns er-fahren, daß es Würmer und Insekten, Muscheln und Schnecken,Kräuter und Steine gebe^).

4. Universität. lZisnuiuin nbilosoxbionm.

Im Herbst 1831 wurde ich, 15 Jahre alt, unter dieBürger der Alb. Ludoviciana aufgenommen und widmete michnun zunächst während des damals zu Recht bestehenden zwei-jährigen philosophischen Kursus, neben philosophischen undhistorischen, insbesondere naturwissenschaftlichen Studien. Diesewurden zu allen Zeiten hier besonders eifrig gepflegt und esist wohl nicht zu bezweifeln, daß diese Richtung durch die Um-gebung Freiburgs ganz besonders begünstigt wurde. Das Vorhan-gs L. Oken. Neber die Aufnahme der Naturwissenschaften inden allgemeinen Unterricht. I)Ausland" 182S. Nr. 333 und 834.2) Isis 1829. Heft XII. S. 1226.