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daß die Herren Römer eigentlich gerade so Briefe geschriebenhaben, wie wir auch.
Am schlimmsten war es aber natürlich mit dem Unterrichtin den Naturwissenschaften bestellt. Diesen hatte man einemalten französischen Sprachlehrer übertragen, wahrscheinlich umihn mehr zu beschäftigen und so zu verwerthen. Eine schlechtereWahl hätte man aber wohl kaum treffen können. Der ältlicheHerr war schon durch sein Aenßeres vielmehr geeignet, dieLachlust der muthwilligen Jugend zn reizen, als Vertrauenoder gar Respekt einzuflößen. Ans einem Bein hinkend, stetsgeckenhaft gekleidet und von einer Gesichtsbildung, die zurCarrikatur provocirte, war er sehr oft das Objekt der erstenkünstlerischen Versuche der Schüler und nicht selten geschah es,daß bei seinem Eintritt in die Klasse sein Bild noch ans derTafel stand, das der junge Künstler nicht mehr rasch genugmit dem Schwamm auszuwischen vermocht hatte. Dabei spracher ein äußerst mangelhaftes Deutsch, das natürlich auch beständigGegenstand der Kritik war. Der naturwissenschaftliche Unter-richt aber bestand im folgenden- in französischer Sprache wurdein der einen Stunde ein ganz im Vuffon'schen Sstle gehaltenesCapitel dictirt, wie z. V. to lion, to oorboau, to sagin ?c.,das dann in der nächsten Stunde recitirt werden mußte, (natür-lich war hiebet der „Stil" stets die Hauptsache). — Wie vielbesser wäre es gewesen, hätte man nnS in diesen Stunden inBegleitung eines Volksschnllehrers vder Landwirths hinausge-schickt, um Wald- und Feldbanme, Getreide und Fcldgcwächsekennen zn lernen.
Seit jener Zeit ist in dieser Beziehung vieles besser ge-worden, aber noch immer sind die Klagen berechtigt, welcheL. Okcn vor 60 Jahren erhoben hat. Gegen seine Bemühungenfür Aufnahme der Naturwissenschaften in den Schulunterrichtwaren die Philologen heftig aufgetreten und er anwortete nun,wie folgt -
„Aber, werfen die Philologen ein, die Naturwissenschaften