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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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für meine Kinder und späterhin für meine Enkel so z. s.ä t'nsiisso än Uanxbin, eine Art Fainilicn-Strntvelpeter, dassogenannteUnartenbuch" angelegt, in welchem ich die in derFamilie gebräuchlichen Unarten besang und illnstrirtc und eswar wicht zu verkennen, daß die Furcht, in diesem Stamm-buch verewigt zu werden, sehr günstig ans das Benehmeneinwirkte.

3. Schulzeit.

Eine Volksschule habe ich nicht besucht. Mein Vater war,wie ich ihn sagen hörte, der Meinung, der Nachtheil des Um-gangs mit ungesitteten Knaben sei schwerer wiegend als dereventuelle Vorthcil der Schulung in dieser Vorschule des Lebens.Ich erhielt, sowie aucki mein um 3 Jahre älterer Bruder, Unter-richt zuhause von einem Studierenden der Theologie. EinesNachtheils dieser Unterrichtswcise bin ich jedenfalls gewiß! esist dies der mangelhafte Unterricht in der Mathematik. DieUnvollkommenhcit meines Wissens in dieser Disciplin habe ichspäter sehr unangenehm empfunden.

Im Herbst 1825 bezog ich das Gymasinm.

Wenn ich jetzt zurückblicke auf die S darin zugebrachtenJahre, so muß ich leider sagen, ohne damit irgend einemmeiner Lehrer zu nahe treten zu wollen, daß diese Zeit viel-fach eine verlorene war. oder wenigstens eine, die weit besserhätte angewendet werden können, und zwar gilt dieser Ausspruchnicht nur in Bezug auf Mathematik und Naturwissenschaften,die stets stiefmütterlich behandelt wurden, sondern auch hin-sichtlich der alten Sprachen, die ja doch immer den Haupt-gegenstand bildeten.

Die Ueberzeugnng, daß man eine fremde Sprache geradeso lernen müsse, wie das Kind seine Muttersprache erlernt,und daß die Grammatik, s. z. s. die Philosophie der Sprache,erst dann richtig verstanden werden könne, wenn eine gewissecopia vsrborum erworben, eine gewisse Sprachfertigkeit erreicht