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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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nimmt, was seiner ureigensten Anlage entspricht, wenn ernurdas will, was er kann", andererseits aber birgt es eine Gefahrin sich, nichts Höheres zu wollen, als was man erreichen zukönnen ganz sicher ist, denn damit ist das Streben nachidealen Zielen ausgeschlossen. Ideale sind da, nicht um erreichtsondern nur um erstrebt zu werden. In dieser Hinsicht lobeich mir einen Spruch, den ich von meinem hochverehrten Gönnerund Freunde C. E. v. Baer wiederholt anwenden hörte!

Gering ist der Mann,

Der nicht mehr will als er kann,denn damit ist dem Streben nach dem Idealen sein Rechtgegeben.

Was die Bilder betrifft, so war es mit dem Anschannngs-nntericht in meinein Elternhaus Wohl bestellt. Mein Vaterbesaß das große Bertnchffche Bilderbuch, aus vielen Bändenbestehend, mit zahlreichen illuminirten Kupfertafeln, sowie dasElementarbuch von Basedow mit den schönen Kupfern vonChodowiecki. Beide standen meinem Bruder und mir zu Gebotund waren eine tägliche Quelle der Belehrung. ZahlreicheNaturobjekte, Landschaften, historische Vorgänge sind in meinemGedächtniß heute noch in der Form aufbewahrt, wie ich sie indiesen Büchern gesehen.

Damals gab es zum Glück noch keine solche jeder ver-nünftigen Erziehung hohnsprechende Bücher, wieMax undMoriz" die in der That nur den Titel führen sollten:An-leitung für böse Buben oder solche, die es werden wollen";denn hier triumphirt stets die Bosheit. Weit vorzuziehen indieser Hinsicht ist des Frankfurter Arztes HoffmannStruwel-peter", da hier doch meist das Laster bestrast wird. Nur hatdieses Buch nach meiner Ansicht einen andern Fehler. Wieman sagt: tot oapita tot oonsn-z könnte man auch sagen: so-viel Köpfe, soviel Unarten. Das Kind soll aber durch solcheBücher nicht fremde Unarten kennen lernen, sondern vielmehrveranlaßt werden, seine eigenen abzulegen. Ich habe daher