turgemäßen Heilkunde und der Heranbildung tüchtiger undwissenschaftlich gebildeter Chirurgen gewidmet.
In ersterer Beziehung war es ihm namentlich darum zuthnn, den Einfluß van Lehren wie die Brawn'sche, welche erfür eine schädliche Irrlehre hielt, zn bekämpfen. Diesem Zweck istzunächst eine Schrift gewidmet, welche den Titel führt! Be-merkungen über die Brawn'sche Arzneilehre überhaupt und dieFrankisch-Weikardischc Nertheidigung desselben insbesvndere, vanvr. G. Offenbach 1796. 8° Insbesondere aber unternahm erzu diesem Zweck eine Uebersetzung des Werkes! UoLoxrai,bioxbilasoMilino von Pinel*). Dieselbe ist seinem Schwiegervaterv. Mederer gewidmet, an welchen er sich in der Vorrede mitfolgenden Worten richtet! „Noch las ich keine Schrift, in derIhre Grundsätze über die innere thätige Naturkraft in Krank-heiten so deutlich entwickelt worden, als in Pincls Nosographie.Das, was Sie, mein würdigster Vorgänger im Lehramt IhrenSchülern immer an's Herz legten, was Sie beim Antritt Ihrererhabenen beschwerlichen Stelle gleichsam als ärztliches Glanbens-bekenntnißIhren zahlreichcnUntergebencn vortrugen! Uatmrns ossomöckioatrioos, was Sie mit Ilixpaeratös bei jeder Gelegenheitwiederholten! optimam moctioinam ssso, inkorclnm moäioinamnon kaesro hat auch Pinel als Grundsätze seiner analytischenArzneikunde ausgestellt und durch wiederholte Beobachtungen amKrankenbette bestätigt" — und noch eine weitere auffallendeUereinstimmnng bestehe zwischen beiden! „Pinel kämpfte, wieer mir selbst schrieb, mit dem besten Erfolg gegen den Brown-schen Schwindelgcist in Frankreich und Ihnen verdankt es dieösterreichische Feldarzneikunde größtentheils, daß diese die Un-wissenheit und Trägheit begünstigende Lehre nach Gebühr ge-würdigt wurde."
*) PH. Pinel, Philosophische Nosographie oder Anwendung deranalytischen Methode in der Arzneikunde, mit des Berf. Bewilligungaus dem Französischen übersetzt von A. Ecker. Tübingen 1799.
2 voll. 8°.