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Hundert Jahre einer Freiburger Professoren-Familie : biographische Aufzeichnungen
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Aber nicht nur als Lehrer und Schriftsteller diente er derUniversität; er vertrat ihre Interessen auch nach jeder anderenRichtung. So wirkte er als Mitglied und langjährigerDirektor der Wirthschafts-Dcputation (der Commission sür diewirthschaftlichen Angelegenheiten der Universität) nach Kräftensür Vermehrung der Einkünfte dieser. Daß ihm die Ver-tretung der Universität in der ersten Kammer der Landstände(1825 und 1828) anvertraut und daß ihm dreimal das Pro-rectorat übertragen wurde, dars wohl als ein Beweis des all-gemeinen Vertrauens gelten, das man in ihn setzte. Wasmein Vater 33 Jahre hindurch als Arzt. Chirurg und Ge-burtshelfer geleistet, ist in Stadt und Land unvergessen; ins-besondere aber sind es zwei Schöpfungen. durch welche er sichden Anspruch aus bleibende Dankbarkeit beider, wie auch derUniversität erworben hat: ich meine die Einführung derKnhpockenimpsnng und die Errichtung des klinischenHospitals.

Wenn man erwägt, welche Agitation selbst heute nochgegen die Impfung ins Werk gesetzt wird, und dies selbst inEngland, wo am 21. März 1885 in der Stadt Leicestcr ingroßer Prozession die Jmpfgesetze und Jenner's Bildniß ausöffentlichem Markte verbrannt wurden, da doch Jedem, derüberhaupt nur sehen will, der Segen derselben offen vor Augenliegt, so kann man sich vorstellen, welche Hindernisse der Ein-führung derselben sich zu einer Zeit entgegenstellten, da nochwenige Erfahrungen vorlagen und Dummheit und Aberglaubennoch in einer ganz anderen Weise dagegen ankämpften als heut-zutage. Nur seinem eigenen unerschütterlichen Vertrauen andie Wirksamkeit des Mittels, das er durch unablässige Studienund Beobachtungen gewonnen einerseits, sowie dem Vertrauen,das er bei seinen Klienten aller Stände genoß anderseits, wurdees möglich, alle Schwierigkeiten zu überwinden.

In einer für das große Publikum bestimmten Schrift*)

ch lieber die Knhpocken und deren Einimpfung, ein mehr als