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seines früheren Aufenthaltes in dieser Stadt mit den Wortengedenkt- Olmütz, wo ich meine kriegerische Laufbahn betrat,wo ich als armer verlassener Untcrchirurg Nachte durchwachteund las und schrieb und manchen Tag durchschlief, um denHunger zu besänftigen*).
Nach vollendetem Fcldzug besuchte er sofort die von KaiserJoseph II. für Militärärzte gestiftete Bildnngsanstalt, das Jo-sephinum, wo er sich bald den Beifall seiner Lehrer so erwarb,daß Hunezovsky ihn zu seinem Assistenten wählte und dasJosephinnm oder die Josephinische Akademie ihn unter ihrekorrespondierenden Mitglieder aufnahm (Oktober 1790).
Im I. 1791 finden wir ihn dann wieder in Deutsch-land, wohin sein Corps anderweitiger Verwicklungen wegenentsandt worden war.
Durch mehrfache Dienstleistungen in Kriegsspitälern hattesich der junge Chirurg ein solches Zutrauen erworben, daß erim Oktober 1791 mit der Errichtung eines solchen in Gießenbeauftragt wurde. Hier ergriff er, wie sein Biograph Beckin der oben citirten Gedächtnißrede rühmend hervorhebt, mitglühendem Eifer die ihm gebotene Gelegenheit zu weitererAusbildung. Obgleich als dirigircnder Arzt eines Spitals von300 Kranken Wohl hinreichend in Anspruch genommen, besuchteer dennoch Vorlesungen und machte sich auch die Nähe Marburgszu Nutzen, woselbst es ihm möglich wurde, in Baldinger einenFreund zu gewinnen, der ihm zahlreiche Beweise seiner warmenVerehrung gab.**) Zu Ende des Jahres 1791 ging er nachWien um sich au der Josephs-Akademic der strengen Prüfung
*) Der Ansicht, daß der Krieg die einzig wahre Schale desChirurgen sei, blieb er auch sein ganzes Leben hindurch getreu, da mannur da lerne sich rasch zu entschließen und rasch zu handeln. Noch kurzvor seinem Tode schrieb er ein akademisches Festprogramm unter demTitel: ^.niinackversianes in loounr Hipxoeratisvuv lriXIvvr« Frcibnrg 1823.
**) Baldinger widmete ihm seine Schrift: lieber pbarinaeoposaeastrensis und terra xonclerosa 5a1ita. Marburg 1830. 3°.