schon vor Jahren dieses interessante Schriftstück zum Geschenk.Dasselbe hat die UeberschrifU
„Umständliche Erzählung der von der medicinischen Facnl-tät zu Frcibnrg veranstalteten, geschehenen und von einemMitglied derselben beschriebenen Untersuchung des wunderbarenFasten eines Weibes, Maria Monika Mutschlerin von Duningenbei Rothwcil" und lautet wie folgt:
„Von dem in allen Zeitungen gemachten Lärm wegen demwunderbaren Fasten abgedachten Weibes erwachte auch die Uni-versität Frcibnrg; sie ersuchte die mcdicinische Facnltät, zweivon ihren Mitgliedern zur Untersuchung dahin zu senden,welches in den Herbstfcrien geschah. Es ging Herr l)r. Geb-hart, Prof. ^.natomino und Herr Ur. Staravasnig, Urok.I'llMolog'mo. Sie, vorzüglich aber ersterer als aelterer, nahmendas, nnnmehro in der Abhandlung des Legieren abgedruckteProtokoll aus, fanden alles so, wie es Herr Ur. Hofer, da-maliger Stadtphysikus zu Rothweil gefunden und in einerUroollnro beschrieben hat und versicherten solches dem löbl.Magistrat zu Rvthweil."
Einen ordentlichen Bericht an die Facnltät haben dieHerrn Cvmmissärc ^ erzählt Medercr weiter — niemals ge-macht, wohl aber hätten sie aller Orten bekräftigt, daß sich dieSache „würklich so, wie Hr. vr. Hofer geschrieben hat, erfände,d. h. daß das Fasten der M. M. Mutschlerin kein natürliches,sondern ein übernatürliches, ein Mirakel sei."
Der Professor der Physiologie, vr. Staravasnig, welchergedachte, „mit der Veröffentlichung dieser Geschichte seinen Namenunsterblich zu machen, forderte seinem Hl. Kollegen die Aktenab, entwarf sich einen Plan und würklich kam nach einer sehrlangsamen und schmerzhaften Geburt mit Beihülse mehrerergeistlicher und weltlicher Geburtshelfer das bekannte Buch zurWelt: Abhandlung von dem außerordentlichen Fasten derMaria Monika Mutschler. 1. Thcil Frcibnrg 1780.
„Dem in der Einleitung angezeigten Plan zu Folge sollte