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welche er dadurch ausdrückte, daß er Medcrer mit dem Bei-namen „Edler von Wnthwchr" in den Adelstand erhob. Eineandere im Sinne der oben angedeuteten Bestrebungen für dasVolkswohl verfaßte Schrift, welche den Titel trug: wie kannman auf eine leichte nicht gar zn kostspielige Art den Wund-Aerzten, denen das Landvolk anvertraut ist, einen bessern undzweckmäßigeren Unterricht geben? wurde von der kurf. mainz.Akademie zu Erfurt mit einem Preise gekrönt und erschienzn Erfurt 1791*).
Mein Großvater Medercr war ein ebenso religiöser alstoleranter Mann, wie ich von meiner Mutter, die ganz inseinen Grundsätzen erzogen war, oft erzählen und durch Bei-spiele bekräftigen hörte, und ein aufrichtiger Verehrer seinesauch ihm stets wohlwollend gesinnten Fürsten Kaiser Joseph II.und der Richtung desselben. Jede Heuchelei war ihm auf'sTiefste verhaßt, ebenso jedweder Mißbrauch der Gläubigkeit;und dies mit aller Entschiedenheit auszusprechen, hatte er mehr-fach Veranlassung und zwar in Angelegenheiten, welche diemedicinische Fakultät zum Theil sehr nahe angicngen.
In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts erregtein Schwaben eine Bäuerin (Monika Mutschler in Tnnningenbei Rothweil) großes Aufsehen und kam beim Volk in denGeruch einer Heiligen, indem sie angab, seit geraumer Zeitohne Speise, Trank und Schlaf zu leben; die Fakultät ent-sendete eine Commission dahin zur Prüfung dieser Angabenund über diese Mission berichtet Medcrer in einem Schreibenan einen Freund und Kollegen in Schwaben, den Landschafts-arzt Dr. Rehmann in Rottenbnrg a. N. Von einem Enkeldes letzteren, meinem unlängst verstorbenen Freunde, den? fürstl.sürstenbergischen Leibarzt Hosrath Dr. E. Rehmann, erhielt ich
*) In demselben Jahre erschien von ihm: Hebarzney-Geschichtc undKunst im Grundrisse. Zum Leitfaden ordentlicher Vorlesungen undVorübungen von Matthäus Niederer von Wuthwehr, Freiburg 179Z.
Ecker, Hundert Jahre. 2