akademischer Lehrer wieder var mir lebendig werden lassen undweiterhin die Erinnerung an meine Studienzeit und endlichdas Andenken an die Männer, welche var mir waren.
Aus diesen Erinnerungen und aus einigen mir über-kommenen schriftlichen Materialien sind die nachfolgenden bio-graphischen Aufzeichnungen entstanden, wovon die beiden erstenAbschnitte sich mit meinem Großvater von Mederer und meinemVater beschäftigen, während der dritte mich selbst angeht.
Die beiden erstgenannten geben, wie mich dünkt, wennauch vorzugsweise von Personen handelnd, dennoch ein so deut-liches Bild der Zeit, in welcher diese gelebt haben — und zwareiner für die Geschichte unserer Fakultät sehr bemerkenswerthenZeit, daß ich Wohl annehmen durfte, diese Aufzeichnungen wür-den auch weitere Kreise interessiren und seien daher der Ver-öffentlichung nicht unwerth.
Wesentlich anders verhält sich die Sache in Betreff desdritten Buches, den Aufzeichnungen ans meinem eigenen Leben.Diese sind, wie schon oben angedeutet, zunächst ans dem Be-dürfnis; einer kritischen Selbst- und Rückschau hervorgegangen,zugleich aber auch von dem Wunsche eingegeben, den Meinigenein Andenken zu hinterlassen, wenn ich geschieden sein werde.
Für beide genannten Zwecke hätte aber das Manuscriptvollauf genügt.
Wenn ich nun dennoch auch dieses dritte Buch — wennauch freilich sozusagen gedeckt von der Flagge des Großvatersund Vaters ^ ans den gefährlichen Ocean der Öffentlichkeithinanssende, anstatt dasselbe im stillen Hafen des Altenstübli zuverankern, so bedarf dies Wohl einer kurzen Rechtfertigung.
Zunächst wird man es wohl kaum tadeln können, wennich mich der stillen Hoffnung hingab, daß auch — über dieFamilie hinaus —- einzelne Freunde, Collegen oder ehemaligeSchüler dem Büchlein einiges Interesse entgegen bringen und,wenn sie eigene Erinnerungen darin aufgefrischt finden, es nichtganz unbefriedigt aus der Hand legen würden. — Wohl ist