Druckschrift 
[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
651
Einzelbild herunterladen
 

651

predigt, so Herr Tilo hielt, und Parentation, so Herr Spangenbcrghielt, gehalten, Sie wurde oou Klein-Nosen aus hinüber getragendurch die Scholtzen Das Bcgräbniß fing um '/-8 Uhr an unddauerte bis 9 Uhr. Die Geschwister waren alle beisammen, außer. nicht." Ein ihr errichteter Denkstein trägt folgende

Hier ruhen die Gebeine der im Herrn entschlafenen?« 64 Jahr9 Mon. 2 Tage alt gewordenen und 87 Seelen an Kindern undKindcskindern erlebten Johanna Elisabeth Freiin von Richthofengeb. von Heinze, ehemaligen Erb-, Lehn- und Gerichts-Frauender Güter RauSke, Hummclwald, Groß- u. Klein-Nosen, Ober-streit, Bartsdorf, Kohlhöhc und Sannerwald, geb. 1797, gest.

O ruhe sanft Du Beispiel seltner Mütter,

Die wahre Frömmigkeit in Stamm und Zweigen nährt!O welch ein Segen ruht aus Dir und welche GüttcrErhöhn voll Herrlichkeit im Himmel Deinen Werth!

Noch lebest Du in Früchten Deiner ZweigeUnd diese heben Dich hoch zur Unsterblichkeit,

Ja ja, der Segen selbst, damit ich nichts verschweige,

Den Gott auf uns in Zeit und Ewigkeit,

Wenn wir auf ihn, wie Du, voll Furcht und Liebe schauen,Ergießt, der strömt auf Dich als seinen Quell zurück,Und stärket uns, daß unser BlickIm Beten, Hoffen und VertrauenNie kraftlos wird wie Du ein Beispiel bist,

Daß wahrer Tugend Lohn unendlich seclig ist.

So stärket uns Dein Bild, daß die die wir erziehenWie Du zum ew'gen Preis in Deiner Urne blühen.

Gedenke, Sterblicher, der Du dies Denkmal liest,

Wie selig Frömmigkeit, wie glücklich Tugend ist!

Das Grab verdecket nicht des Lasters böse Werke,

Auch giebt es Deinem Sein nicht Ruhe, Hoffnung, Stärke,Wenn Du nicht wahre Tugend liebstUnd standhaft treu bis an das Grab sie übst!"

Dieser Denkstein stand in der herrschaftlichen Loge der Kirchezu Groß-Rosen. Beim Einreihen derselben wurde eine Steinplatteunter dem Altar gefunden, die die gleiche Inschrift, jedoch ohnedas Gedicht trägt, und unter dieser Platte ein Sarg, welcher jetztin dem kleinen Begräbnißplntz an der Familiengruft zu Groß-Rosenbeigesetzt ist; auf diesen Platz ist auch der Denkstein überführt worden.

159, Z. 15 v. u. Nach Carl Ludewig's Tagebuch starb sein SchwagerO. K. von Münchow am 27. Mai 1757 nicht zu Trautenau, sondernzu Jungbunzlau an einem hitzigen Fieber.

1772.