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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Auflagen von dessen „Handbuch der Alten Geschichte" heraus.*)Der Professor vr, Kunisch, seit 1817 Ehrenmitglied der Großh.Sächsischen lateinischen Gesellschaft, war vom Angust 1827 bisEnde März 1836 auch einziger Redacteur der von der Korn'schenBuchhandlung in Breslau herausgegebenen „Schlesischen Zeüung"und stand als solcher in dem Rufe eines patriotischen, demKönigshause ergebenen, mit der gemäßigt liberalen Tendenz desBlattes in jener Zeit völlig übereinstimmenden Mannes. WohlUebcranstrengungeu in seinen hiernach mannigfachen Geschäfisbe-ziehungen halten seinen Tod bereits am 18. Juni 1852 herbei-geführt. Er ist ans dem reformirten Kirchhofe beerdigt. SeineGemahlin folgte ihm am 22. April 1861 in die Ewigkeit nachund fand auf dem St. Nicalai-Kirchhofe ihre Ruhestäite. DieKinder aus dieser Ehe folgten sämmtlich der Konfession des refor-mirten Vaters. Von den Söhnen ist der jüngere, Paul (geb.1830), welcher sich dein Wasserbaufach gewidmet hat, jetzt (1884)Geheimer Regierungs-Rath uud vortrag. Rath im Ministeriumfür Landwirthschaft, Domainen und Forsten; den älteren, Richard,werden wir als Adoptivsohn seiner Tante Louise von Richthofenin dieser Geschichte noch näher zu erwähnen haben.

Die dritte Tochter Caroline ist unvermählt geblieben undin Breslau am 19. August 1881 hochbetagt gestorben; ihren ge-ringen Nachlaß hat sie zum Theil der katholischen Kirche, inwelcher sie den Zweck und Trost ihres Lebens fand, gewidmet.

Die vierte Tochter Louise vermählte sich am 12. Juli1835 mit ihrem Vetter, dem Kgl. Ober-Landesgerichts-AssessorEmil Freiherrn von Richthofen. Wir werden bei Darstellungdes Lebensganges des Letzteren auch auf den ihrigen und aufdie von ihr, wie erwähnt, bewirkte Adoption ihres Neffen RichardKunisch näher eingehen.

Die Mutter dieser Kinder, die vorgedachte Wittwe FriedrichsPrätorius von Richthofen, welche in Breslau ihren Wohnsitz ge-nommen, war nach dem Tode ihres Vaters zu einigem Ver-mögen gelangt, halte aber einen Theil desselben durch verfehlteHauskäufe daselbst verloren und sah sich daher bei dem Unter-

5) Ueber seine ausgebreitete schriftstellerische Thätigkeit gibt K. G.Noivnck's „Schriftsteller-Lexikon" (II, 91) näheren Aufschluß.