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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Karl Friedrich Gottlob Joachim, geboren den 11. Januar1806 zu Öls.

Der älteste Sohn Gottlob war im Jahre 1811 bei demPionier-Corps eingetreten, bei welchem, wie wir später sehenwerden, damals sein Oheim Gottlob, jüngster Bruder seinesVaters, stand; er wurde aber als Unterofficier bereits am9. December 1812, unter gleichzeitiger Beförderung zum Portepee-fähnrich, in das Neumürkische Dragoner-Regiment versetzt. Alssolcher starb er durch einen Säbelhieb und dann durch eineKugel getroffen am 14. Octobcr 1813 in der eifrigen undtapferen Verfolgung des flüchtigen Königs Joachim Mürat vonNeapel den Heldentod in dem für das Regiment so ruhmvollenReitergefecht bei Liebertwolkwitz.

Die älteste Tochter Emilie, welche nach dem Tode ihresVaters bei dessen Bruder Ludwig in Trebnitz lutherisch erzogenworden war, vermählte sich am 15. August 1821 mit demdamaligen Professor der Theologie, 4)r. Schirmer zu Breslau,geboren den 14. Mai 1791 zu Hartmannsdorf in Schlesien,welcher als Königlicher Consistorial-Rath, I)r. der Theologie,Superintendent und Professor der Theologie zu Greifswald am29. März 1869 starb. Seine Gemahlin war dort bereits am12. August 1834 verstorben und er danach zu einer zweitenVermählung mit Auguste von Bock (geb. 1796, gest. 3./4. 1884)geschritten.

Die zweite Tochter Trinette oder, wie selbige sich liebernannte, Antoinette vermählte sich am 26. Juli 1819 mit dein am31. December 1789 zu Brieg geborenen I)r. pbil. Johann Gott-lieb Kunisch, einem sowohl auf dem Gebiete der alten klassischencind mittelalterlichen Literatur, als auch lim die Special-GeschichteSchlesiens vielfach verdienten Gelehrten Derselbe verfaßte u. A.eine „Geschichte der Stadt Breslau" (1827/8), eine BiographieHeinrichs II. von Niederfchlesien (1834), eine Geschichte desBreslauer Friedrichs - Gymnasiums (1842), an welchem er seit1811 und zwar seit 1825 als Kgl. Professor wirkte, und gabeine Uebersetzung von Eginhards „Leben Karls des Großen" (inBredow's Schrift über Karl d. Gr., Altona 1814), sowie Bre-dom's hinterlassene Schriften (Breslau 1816) und die späteren