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Auch auf Heinersdorf nahmen die Verhältnisse keine günstigeWendung; während der, wohl ans den Wunsch seiner Gemahlin,statthabenden häufigen Abwesenheiten in Berlin konnte die Be-wirthschaftung nur mangelhaft geführt und mußte fremden Händenüberlassen werden. Es fanden auch immer weitere Verschul-dungen des Gutes statt. Im Jahre 1769 finden wir bereitsnach und nach, und jedesmal unter Session des loorm von Seitender Gemahlin Friedrich's für ihre illata, MMO Thaler aufge-nommen. Mehrere von diesen Anleihen waren von Friedrich'sSchwager, dem Staats-Minister von Dorville hergegeben worden.Wir haben auch schon (S. 191) gesehen, in welcher Weise Frie-drich seinen Vetter Carl Ludewig auf Kohlhöhe um Anleihenanging.
Schon gegen Ende 1766 hatte überdies die gänzlicheUebersiedelung Friedrich's nach Berlin Statt gefunden.
Nach einein Berichte der Staats-Minister von Massow, vonBlnmenthal, von Hagen und von der Horst ää. Berlin den 19.Februar 1767 hatte „ein gewisser bemittelter Schlesischer vonAdel, von Richthofen, Ansuchung gethan, daß er bei seinemjetzigen Aufenthalte allster, um sich in iüamsral-Sacheu routi-nirst zu machen und künftig nützliche Dienste leisten zu können,bei der Churmärkischen Kammer zur Dienstleistung acimittirstwerden möchte. Nachdem bemeldte Kammer denselben tentirsthat und von ihm einige Probe-Relationen hat anfertigen lassen;So giebt dieselbe ihm das Zeugniß, daß er eine gute Einsichtbesitze und es ihm auch an Oseonomi'schen prinoixiio nicht fehleauch daher zu vermuthen sei, daß er recht brauchbar werdendürfte."
Die Minister stellten danach Sr. Majestät allerunterthänigstanheim: „Ob Höchstdieselben den von Richthoffeu" (—so wurdeauch in diesem Bericht der Name auf zwei verschiedene Weisengeschrieben—) „als Kriegs- und Domainen-Nath bei der Chur-märkischen Kammer suirr vc>tc> st 8S8sions, und zwar vor derHand ohne Gehalt zu g-Ki-sirsn Allergnädigst geruhen wolle";worauf der König aä marAinsm bemerkte: „gantz guht, Friedrich."
Daß Friedrich Gottlob, hiernach 27 Jahre alt, zumKriegs- uiid Domainen-Rath ernannt, übrigens den Ansprüchen