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ger und schwieriger Verhältnisse und eines großen Brandes,welcher 1857 die Hofgebäude in Plohe in Asche legte und ihrenWiederaufbau nöthig geinacht hatte, bald zu günstigem Ertrageempor brachte. Ihr war 1860 nach dem Tode ihres Vaters auchdas Gut Dürrjentsch zugefallen, und Plohe hatte sie durch denAnkauf eines zweiten mit diesem Gute gleichfalls vereinten Bauer-gutes von Jexau vergrößert. Diese gestimmte Begüterung wußtesie durch ihre Energie, ihre Einsicht und ihren Fleiß zu immergrößerer Blüthe, Dürrjentsch auch durch die bald näher zu erwähnen-den Ankäufe zu größerem Umfang zu bringen, und ihrer mütterlichenSorgfalt verdanken somit ihre Nachkommen die geordneten undgünstigen Verhältnisse, in welchen sie sich befinden. Sie konnteihre Kinder noch erwachsen sehen, diese in ihre nunmehrigeThätigkeit einführen, ihnen in derselben mit Rath und Einflußnützlich sein, bis sie am 12. August 1876 zu Petersdorf imHause ihrer Tochter Elisabeth in die Ewigkeit abberufen wurde.Ihre Leiche wurde zu Großburg im Kreise Strehlen beerdigt.
Ihr ältester Sohn, der Frhr. Otto hat seine Erziehung undBildung zunächst durch Hauslehrer im elterlichen Hause, daunauf der K. Ritter-Akademie zu Liegnitz uud aus dem Maria-Mag-dalena-Gpmnasinm zu Breslau erhalten, wonach er auf der Uni-versität daselbst sich durch zwei Jahre dem Studium der Rechtewidmete. Bald uach seiner Majorennität trat er in die Verwaltungder Güter Plohe, Maßwitz, sowie der Erbscholtisei von Jexauuud durch Ueberlassnngs-Vertrag vom 8. Jauuar 1867 in denBesitz derselben ein, wobei ihm in Anbetracht der Ameliorationen,des Neubaues in Plohe und der Vergrößerung des Areals Ploheund Maßwitz zum Werthe von 100,000 Thaler, Jexau von 20,000Thaler angerechnet wurden. Der Frhr. Otto lebt seitdem ununter-brochen aus Plohe und ist bis jetzt (1884) unvermählt.
Sein Bruder Friedrich hat gleich ihm seine erste Bildungdurch einen Hauslehrer erhalten und setzte dieselbe auf der sog.Zwinger-Realschule zu Breslau fort. Von dort wendete er sichder Erlernung der praktischen Landwirthschaft in Plohmühl,im Strehlener Kreise, zu und vervollständigte dann seine prak-tischen Kenntnisse durch theoretische Studien auf der landwirth-schaftlichen Akademie zu Tharand bei Dresden.