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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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Klauben fallen und wieder aufstehen, — ja vorsätzlich fallenlassen; indem durch den thuenden und leidenden GehorsamChristi alles im voraus gut gemacht sein soll. Diesem Glaubenaber kann ich, nach meiner Ueberzeugung, nie beipflichten. Denn /er führet grades Wegs zum Verderben und ist die Pforte zumLaster. Als Vater meiner Untertaner wil ich daher auch, daßsie wahre Christen — nicht Schein-Christen — sein sollen, daßsie so denken, leben und handeln sollen, daß die VollkommenheitGottes sich an ihnen spiegele."

Hierauf remittirte das Consistorium, und jetzt unter Ansatzvon Gebühren, am 11. dess. Mts. nochmals die Vocation,weil dieselbe durchaus fehlerhaft sei. „Ihr habt Euch," sohieß es in diesem Rescript, „schlechterdings nach der erhaltenenAnweisung zu richten, und unser Ober-Consistorium mit unnützenVorstellungen deshalb nicht weiter zu behelligen."

Unser Wilhelm war aber nicht der Mann, sich hierbei zuberuhigen, sondern beschwerte sich bei dem General-Ober-Con-sistorium in Berlin. In dem betreffenden Jmmediatgesuche hießes: „daß er sehnsuchtsvoll die Aufhellung seiner in den Augendes Ober-Consistoriums ihn beherrschenden dunkeln Ideen ent-gegengesehen habe." Es erging indeß das die Angelegenheitzum Schluß bringende Rescript: „die Bescheide des Konsistoriumsseien rechtlich begründet, und Supplicant habe sie zu befolgen.Alles was in der Vocation über das, was die Prediger lehrensollen, gesagt sei, gehöre nicht in die Vocation." —

Schon im Jahre 1780 hatte unser Wilhelm bei den An-sprüchen, welche sein ausgedehnter Güterbesitz an seine Thätigkeitstellte, das Landraths-Amt niedergelegt. Seine erste Gemahlinwar am 26. October 1779 gestorben unter Hinterlassung von1 Töchtern, auf die wir später zurückkommen. Im November1780 verheirathete sich Wilhelm wieder und zwar mit JulianeHenrictte Christiane von Keller-Schlottheim, geb. zu Brieg den4. September 1747, aus einer hessischen Familie, deren Vaterdamals das in Jauer garnisonirende dritte Bataillon des Regi-ments Natalis als Major commandirte.

In seinem 62. Lebensjahre, also 1794, sollte — wie wirden Familienaufzeichnungen entnehmen — der Fhr. Wilhelm noch