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[Hauptband] (1884)
Entstehung
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torinS von Richthofen angeblicher Halbbruder, als Miteigen-thümer nicht erwähnt.

Die formelle Tradition von Hertwigswaldau fand laut einesdarüber aufgenommenen Acts, zu welchem der Mitbesitzer Böhmvon Böhmfcldt persönlich von Danzig erschienen war, am 26. Juli1666 statt. Böhm von Böhmfcldt hat indeß alsdann nach Allem,was wir darüber haben ermitteln können, einen persönlichen An-theil an der Verwaltung der Güter nicht genommen, sondernverblieb in seiner Stellung in Danzig, wohin er sich alsbaldzurück begeben hatte. Er überließ diese Verwaltung vielmehrlediglich der hinterlassenen Wittwe unseres mit ihm crbvcrbrü-derten Ahnherrn Johann. Dieselbe blieb ans Raußke wohnenund bewirthschaftete von dort aus, wo die Kinder erzogen wurde»,Hertwigswaldau und das Pnschvorwerk. Man kann sich leichtvorstellen, daß die Sorge für ihre fünf Kinder bei deren zartemAlter und die bedeutende GntSvcrwaltung ihre ganze Energiein Anspruch nahmen. Während sie einerseits ein äußerst günstigesVerhältniß zu dem mitbesitzcnden Böhm von Böhmfcldt zu er-halten gewußt hat, war sie doch andererseits durch die Compli-cirtheit dieses Verhältnisses und die für die damaligen Verkehrs-wege so bedeutende Entfernung desselben mannigfach an der for-mellen Regelung aller einschlägigen Interessen gehindert.

Freie Hand erhielt sie darin erst nach dem im Jahre 1670zu Danzig ohne Hinterlassung von Lcibescrbcn erfolgten TodeBöhm von BöhmfeldtS. Da auch zu dieser Zeit ihre Kindernoch alle minderjährig waren, so fiel ihr nun auch auf Grund dermehrgedachtc» Erbverbrüderung die Sorge für die Heimbriugungdes Böhm von Böhmfeldt'schen Nachlasses im Allgemeinen, sowiedie nunmehrige Umschreibung des Besitztitels der Güter undverschiedenartigen Forderungen auf ihre Kinder allein anheim.

Nach dem Bekanntwerden des Todes Böhm von BöhmfeldtSund bei den Anträgen, zu welchen sie in Folge dessen zu schreitenhatte, begegnete sie zunächst, was Hertwigswalde betrifft, einemerneuten Attentat des Fiskals ans dieses Gut. Es wurdenämlich, als Marie „vcrwittwcte Praetorinssin von Richthofen"nunmehr die Ausstellung der Dokumente über den alleinigenBesitz dieses Gutes für die von ihren: Gemahl hinterlassenen