Druckschrift 
[Hauptband] (1884)
Entstehung
Seite
8
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würde, daß seine obwohl bis dahin in unserer Familie kaumbekannte Votiv-Admonition „nt Zentile cleeus knetis extsnäntKonssti8 illustrst pnriter nosguo snnrncius äomum" vonseinen Nachkommen nicht ganz unbeachtet geblieben ist.

Kehren wir nach diesem Rückblick in die Vorgeschichte un-seres Familienstifters zunächst zu dem zurück, was wir über denVerlauf seiner eigenen Jugend wissen, die ihn zu kaum danachzu hoffenden Ehren geführt hat, so haben wir vornehmlich zuerwähnen, daß der Chronist, auf welchen wir uns oben bezogenhaben, in seinem 4. Theil „IZerimvia. sxtrg. tZornnvinm oderNachricht von denen gelehrten Bernanern, die anderswo gelebetund berühmt gewesen sind", nach einem introitns im Geschmackeseiner Zeit sofort mit unserem Paulus Practorius beginnt. Wirlassen ihn weiter selbst sprechen:

„Und so mag denn gleich Anfangs zum Vorschein treten:Der berühmte Beruaucr

lVI. Uaulus Uraetorius, oder Lelrnltbeisdessen Bildniß anbey gefügct ist.

Es ist dieses Bildniß abcopeyet von seinem Upitnpbio,welches er in hiesiger Pfarr-Kirche noch bey seinem Leben zumAndenken seines Nahmens und Geschlechts an den Pfeiler, derCantzel grade gegen über, hat aufrichten lassen. Und ist diesessein Bildniß ganz anders gestaltet, als wohl dasjenige, welchesH. Seidel in seinen ioonidus cks clnris lVlnrolriois hat stechenlassen. Glaube aber doch, daß das Bild auf dem BernauschenUpitnxlrio, weil es H. Urustorws selber setzen lassen, denVorzug haben solte."

Diese Ansicht ist gewiß richtig. Ehe noch das Vorhandenseineines Originalbildes des Paulus Practorius bekannt war, hatteder Verfasser dieser Familiengeschichte das Bild unseres Fami-lienbegründers aus den Seilerschen „loonss" in einer Anzahl vonExemplaren, welche sich in den Händen der Familienmitgliederbefinden, abphotographiren lassen. Das in einer Handzeichnungvorhandene Bild des Paulus Practorius in der Bernauer Chronikentspricht, wie wir uns bei Einsicht derselben überzeugt haben, demOriginalbilde in der Kirche und dieses hat allerdings mit demin den „loonss« dargebotenen, was die Gesichtszüge betrifft,