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eines Grundstücks drohen. Wir glauben viel eher, dass jener Hermannnicht zu unserm Geschlechte gehörte, sondern Hermann Cranewacker ausWitzleben hiess; eine Benennung wie die obige kommt in ThüringerUrkunden des 14. Jahrhunderts häufig bei solchen Personen vor, von denenes feststeht, dass sie bäuerlichen oder bürgerlichen Standes waren.*)
Als Graf Hermann zu Gleichen im .Talire 1332 von dem Stifte Hersfelddas Schultheissenamt, d. h. das Gerichtslehn, zu Wechmar, Ohrdruff undErmstedt, welches bisher Beringer von Meldingen inne gehabt, gekaufthatte, brachte Hermann von Witzleben, der in Ohrdruff und Wechmarbegütert war, dasselbe jedoch bald darauf von dem Abt Ludwig zu Hers-feld durch List an sich und suchte den Grafen davon zu verdrängen, wasihm auch zum Theil gelang, „darüber ihm aber Graf Hermann über diemassen aufsätzig worden."**) Doch kam später ein gütlicher Vergleich zuStande, wonach Hermann von Witzleben das Schultheissenamt noch 4 Jahrebehalten sollte, aber versprechen musste, es ohne die Zustimmung desGrafen zu Gleichen weder zu verkaufen, noch zu versetzen, noch zur Mietheauszuthun.
Aus dieser Urkunde geht auch hervor, dass Hermanns sonstige Be-sitzungen zu Wechmar und Ohrdruff Hennebergisches Lehn waren.
1342 überliess Hermann von Witzleben, seinem Versprechen gemäss,dem Grafen Hermann zu Gleichen das Schultheissenamt zu Wechmar undOhrdruff und bald darauf verkaufte er seine sonstigen Güter daselbst anChristian von Witzleben (den spätem Hofrichter) und Otto von Stutterheim,von denen sie am 4. October 1351 die Grafen Ernst und Heinrich zuGleichen erwarben.
Aus der Urkunde über diesen letzten Verkauf geht auch hervor, dassHerrnann von Witzleben Bitter war und die erwähnten Güter von seinemVater geerbt hatte.
Das Hauptsächlichste, was wir von Heinrich von Witzleben (10),dem Bruder Herrnanns wissen, ist, dass er von seinen vielfachen Be-sitzungen den Klöstern reiche Geschenke machte.
So überliess er bereits am 23. Februar 1299 dem Kloster Ilm 2 Mark
*) Die Angelröder Stammtafel sagt allerdings gleich: „Hermann von Witzleben,dictus Gravackir, Ritter, Herr zu Lowenstein; 1296 beim Turnier zu Schweinfurt,t 1339, Gem. Mechtilde, 2 Söhne."
**) Sagitt. Hist. Gleichen p. 107., Krügelstein Nachr. d. Stadt Ohrdruff p. 118.Schumann St. P. u. Z. Lex. VII. p. 784.