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1. Th. 1. H. (1869) Die älteste Geschichte
Entstehung
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II. Abschnitt.

Von dem Wappen derer von Witzleben.

. nser Geschlecht gehört zu dem Uradel Thüringens; es hat sein Wappennach eigener Wahl angenommen und erst im Jahre 1470 finden wir indem Wappenbrief Kaisers Friedrich TIT. eine Beschreibung desselben, die jedocheigentlich nur Gültigkeit für die Liebensteiner, jetzt Oldenburger Linie, hat.Wie es bei allen alten Wappen der Fall ist, so sind auch die Darstel-lungen des unsrigen zu verschiedenen Zeiten verschieden, namentlich inBezug auf Farbe, Zahl der Theilungen, Federn auf dem Helm u. s. w.Es giebt kein Wappen mit Balken- oder Sparrentheilungen *), dessen Dar-stellungen aus den verschiedenen Zeitaltern alle eine gleiche Zahl vonSectionen aufweisen; statt 2 Balken sehen wir 2 '/i, 3, auch 4, statt 33 '/■.>, 4, 5 u.s.w. Von den Wappen des Uradels kann man daher nur inso fem sagen, dies oder jenes Wappen ist das richtige, als der con-stante Usus eine bestimmte Norm, einen bestimmten Typus für ein Wappengeschaffen hat, oder dass Familien-Uehereinkunft hierzu führt (wie dies heidenen von Gersdorff, von Birnau und andern der Fall ist), sonst kann nurdie Mehrzahl guter Darstellungen im Allgemeinen eine Norm für dieRichtigkeit eines Jahrhunderte lang abgebildeten Wappens gehen.

*) Miclielsen in seiner Schrift über die Ehrenstücke etc., Jena 1854, weist sehrgründlich, besonders hei Thüringer Wappen, nach, dass die Wappen mit Ehrenstücken,zu denen die Sparrentheilung gehört, die älteren sind, wogegen die mit Figuren, wieThieren u. dergl., einer späteren Zeit angehören. Er hält die Ehrenstücke für Nach-ahmungen des Hausgebälkes.