wieder einlösen könnten. Unter den Zeugen befand sich ein Adelger vonArnstadt, den die Angelröder Stammtafel Edelherus von Witzleben,Voigt zu Arnstadt, nennt.
Im Jahre 1187 starb der zweite Abt des Klosters Altenzelle, Vitilibooder Wittich Wiceleb, der nach der im H. St. Archiv zu Weimar be-findlichen Hist. v. Gl. alten Zelle von Knauth (II. Tit. III. p. 114) auchzu unserm Geschlechte gehört haben soll.
Von einem Fritz von Witzleben, der 1186 das Stammhaus Witz-leben unweit Arnstadt erbaut und 1L88 mit seinem Lehnsherrn, dem GrafenGünther zu Kefernburg (welcher 1160—1195 lebte) ins heilige Land ge-zogen und in demselben Jahre dort gestorben- sein soll*), haben wir ur-kundlich bis jetzt gar Nichts gefunden. Ebensowenig von seinem SohnHeinrich, der bei dem Landgrafen Wilhelm in Thüringen wegen seinerTapferkeit in besonderen Gnaden gestanden habe**) und dessen Sohn Ernst,der llossleben besessen, 1241 noch gelebt haben und der Stammvater derWendelsteiner Linie gewesen sein soll.
Urkundlich kommt erst wieder 1229 ein Kitter Christian vonWitz leben vor, und zwar in einer Schwarzburgischen Urkunde.
1233 gehörte Conrad von Witzleben'zu des Grafen Heinrich vonSchwarzbmg Käthen und Burgleuten.
1250 24. Oct. war der Kitter Heinrich von Witzleben Zeuge,als die Gräfin Sophie von Schwarzburg, geb. Gräfin von Honstein, dieHälfte der Schlösser Kirchberg und Elirig, sowie andere Güter an derUnstrut ihrem Bruder Heinrich verkaufte.
Meist in Schwarzburgischen Urkunden erscheint dann von 1251 bis 1269der Kitter Hermann von Witzleben, Burgmann und Ganerbe aufSchwarzburg, dessen zahlreiche Nachkommen sicli später in die Linien zuElgersburg, Liebenstein und Molschleben verzweigten. Wahrscheinlichstammt auch die grosse Wendelsteiner Linie von ihm ah (s. S. 25), und
*) Nach der Angelröder Stammtafel. In Gleicliensteins Tabellen stellt wörtlich:„Frietz, ist A. Christi 1186 wegen des ohnweit Arnstadt erhauten Stamm-Hauss Witz-lehen, von Gralf Günthern zu Keffernhurgk mit zu Krieg gezogen." (sie!) Biedermannsagt nur: „Fritz von und zu Witzlehen erbaute ums Jahr 1186 das ohnweit Arnstadtgelegene Stammhaus Witzlehen."
**) Bs existirte um jene Zeit gar kein Landgraf Wilhelm in Thüringen; Ludwigder Eiserne war 1172 gestorben, ihm folgte sein Sohn Ludwig der Fromme, f 1192,und diesem seine Söhne Ludwig der Heilige, f 1227, und Heinrich Raspe, f 1247.