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Mittheilungen über die Familie Mithoff bürgerlicher und geadelter Linie : als Ms gedr. Familienbuch
Entstehung
Seite
108
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Uhrkundtlich habe Ich in crafft bcrurter Vollmacht diesenNeccß eigenhändtlich vntcrschrieben vndt mit meinem ge-wöhnlichem Pitschafft bevestiget, So geschehen wie oben".

(D. 8.) „Gottfricdt Schmalhausen kipp."

Zu dieser Zeit ereigneten sich Zwistigkcitm nnterden Lehus - Vasallen. Es findet sich eine an denHerzog Friedrich gerichtete Eingabe:

„Daniel Mith. von Mithoffen ooutra seine Vetterndie klirbobios wegen verschossener Lehngeldcr vndt ver-meycrung der Lehngüter".

„Geben Zell den 14 Na/ 1648.

E. F. G.

VnterthcnigerDaniel Mith. von Mithoffen mpp."

Am 16. Mai 1648 richtet der Herzog Friedrich die-serhalb ein Rcscript an Hector (IV.) und ChristianAugust M. Gebrüder. Dasselbe lautet nach dem inden Familien-Acten befindlichen, irrthümlich vom16. März 1648 datirtcn Originale:

„Van GotteF gnaden Fricbcncst Herzog zuBraunschweig und Luneburg, Postnlirter Loaäiutor deßStiffts Razeburg, Erwölter Thumbprobst des Erz StifftsBremen rc."

„Erbar Manhaffter vnnd Hochgelarter Lieben ge-treuen, Ob dem Copeilichen beischluß geben wir euch zuvernehmen, weßcn ewrer Vetter Daniel klitllobius vonMithossen Lomes xg.Istinus vnnd Ritter, etlicher dabevorvcrschoßenen Lehengelder halber, darzu Ihr so wenigohngeachtet beschehener crinnerung cwern strangk her-geschoßen, als auch iezo mit behueffigen Volmachtenvnnd ewercn theil Lehengelder ihne versehen, nichts doweniger aber den Zehenden ohne sein vnnd seiner Brü-der vorwißen vcrmeyert, vnnd eigenes gefallens damitgeschaltet, sich beschweret vnnd waß er daneben suchetvnnd pittet. Weiln nun pillig, daß denen unter euchauffgcrichtcten Verträgen allerdings nachgelebct, einemieglichen pro intsrelso daß scinige gelaßen, auch proguotn. die ousi'Ä ksullnlia mitgetragen werden, Alß be-gehren wir hicmit gnedig, Ihr wollet mit ermeltemewerm Vettern euch darunter solcher gestalt vcreinbahren,Jhme auch also mit schuldiger abstattung cwcrer gepühr-nus begegnen, damit er sich deßfals weiter zu beschwerennicht Ursache haben möge, Daran geschieht die pilligkeit,Vnd wir pleiben euch mit gnaden geneigt, Datum vffvnser Vestung Zell, den 16. klart!) 1648".

„Friederich mpp."

Aufschrift:

„Denen Erbaren Manhafften und Hochgelahrtcnnvnsern Lieben gctrewen Dsotori vnd Christians Augustogebrudcrn klitbobsss rsspsotivs Ritmeistern vnd KIsäi-einaö Dootori, auch verördnetcm kloäieo in den BergStädten rc."

Unter demselben Datum schreibt der Herzog Fried-rich an den Herzog Christian Ludwig zu Braunschweigund Lüneburg über eine, gegen den Rath zu Drans-feld wegen Beschwerung des dortigen Zehntens mitAbgaben gerichtete Beschwerde Daniesss Mithoss vonMithossen.

Inzwischen gesinnt (muthet) Daniel v. M. am26. Octbr. 1649 die Lehne. Der Eingang dieser Ein-gabe lautet:

„Durchlauchtiger Hochgebohrncr Fürst. E. F. G.Sein meine Pflichtschuldige Gehorsame Dienste jederZeit zu vohr".

„Gnädiger Fürst vnnd Herr. Dieweil vnlengst derAllmechtige nach einem vncrforschlichen Naht undt vnhin-dcrzüglichen willen Weyland den Hochwürdigen Durch-läuchtigen undt Hochgcborncn Fürsten vndt Herrn, HerrnFriedrichen«!. Hertzogcn zue Braunschw. vnd LüneburgkDostulirten Doaäjutorn des Stisstes Ratzcburg, Erwöhl-tenn Thumprobst des Erz Stiffts Bremen, Meinen gnä-digsten Fürstcnn und Herrn, durch den zeitlichen Todtauß dieser weit abgefordert, vnndt Se. Furstl. Gnad,' E. Furstl. Gn: ordentlich in der Fürstlichen Regierungsuoooäiret, Alß wundtsche Seiner Furstl: Gn: am großentage der Versamlung aller gläubigen eine frölickc auff-erstehung, vnndt dehren Lcichnamb biß dahin eine sanfftcund stille ruhe. Eur Fürstl. Gn. aber, zu dero vnlengstangetretenen Fürstl. Negierung, Göttlichen milden undreichen Scegen, vnnd gcsundheit, Ein Glückliches Friedt-sahines Regimcndt, vnndt alle Furstl. Ewige vnndt zeit-liche Wohlfahrt".

u. s. w.

„Datum Hamburg den 2V 8bris ^.nno 1646".

„E. F. G.

Vntcrthänigcr DienerDaniel M. von Mithossen

Aufschrift:

„Dem Durchläuchtigcnn Hochgcbohrncn Fürsten vndHerrn, Herrn Christian Ludewig, Hertzogcn zu Br. vndLuncburgk Seinem gnädigsten Fürsten vnd Herrn".

Ein in den Familienacten im Original befind-licher Brief DauicssS v. M. au seine Lehnsvetteruvom 18. Jan. 1656 hat folgenden Inhalt:

„Edelc, Beste, Ehrcnucste Für Achtbare unndMannhaffte re. Besonders liebe Herren Vettern wehrteFreunde rc."

„Daß aufs absterben» deß wehlandt Durchläuch-tigenn vnnd Hochgcbohrncn Fürsten» und Herrn, HerrnFricdcrichcn Hertzogenn zu Braunschw. vnndt Lüne-burgk, Vnßers gnädigen LehensHerrn, nach rechtlichererforderung zu rechter Zeit, Vnßere gesamptc Braunschiv.Leehen ann dem halben» großen Zehendtenn zu Dranß-feldt abermahl vonn mihr gesonnen, vnndt waß daraufffür ein tag zur Lehcnentfahung undt abrichtung derLehenswahr Gnädig angesetzet, giebet ihnen samptlichder cinschluß zu vernehmen. Sie erinnern sich aberdarbet) auch gutermaßen, waß in gleicher sachenn ichfür 2 Jahren im ^.prill ann Sie semptlich gelangenlaßen, davon die Loxin auch wieder hier eingeleget, Itsmwie Sie zu ihrem theile sich daruff erwiesen, Nehmblichdaß Sie sich im Allergcringcsten dehm genieß, und derbilligkeit undt gebühr nach, nicht bezeiget, Vnndt weildenn darumb Daßelbigc ich zu wiederholen, Alß Mes-sende ich ihnen auch zum andermahl die Rechnung, willhoffen, Sie mit ehistcnn meines Sel Brüdern Fr. Witti-ben zu Hannover waß bereidt außgelcget sürderlichstineinet wegcnn baar nicht allein wieder erlegen, sondernauch ihre verinuthete guotum ann itzigcr ncwcn LehenWährung ncbenst der Gnädig begehrten Vollmacht dar-zuthun Vnndt waß Hochgcdachter Sr. F. G- für einbefelich an Sie gethan», sich Vnterthänig bescheidennwerden. Solten Sie aber darin» mangell verspuhren