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Mittheilungen über die Familie Mithoff bürgerlicher und geadelter Linie : als Ms gedr. Familienbuch
Entstehung
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^ohauucs, genannt „Mhthowc", als frühererBescher einer halben Hufe zu „Khstershagen" (einst beiDcidervde im Göttingenschcn gelegen) am 25. Juli 1347urkundlich vorkommend. (f. oben.)

Die unmittelbar zusammenhängende Folge derFamilienglieder beginnt mit:

1. Burghard (I.), zubcnamt Mithoff. Erlebte nach der „(ZwuoaloAiu Nitüoüiornin" um 1430,ivar in Neustadt a. Rbge. (drei Meilen unterhalbHannover) aus einer „lanrilia, Ironostu ezuamopulonta" hervorgegangen, führte daselbst sein Haus-Ivesen, und wurde auf dortigem Kirchhofe begraben.Mit seiner Frau Gudel Jackenstickers hatte er sechsKinder (Nr. 2—7) erzeugt.

Sechs Kinder von Burghard (I.) M. (Nr. 1.)

2. Arnold M. (aus 1), starb als Jüngling.

3. Johann M. (aus 1), wurde Pfarrer zuDctsurth im Hildcsheimschen.

4. Burghard (II.) M. (aus 1), geb. 1450 oder1451, erbaute sich innerhalb der beiden Leincarme zuNeustadt a. R. ein Haus, worin er Handel trieb. Inden damaligen Kricgszeiten ging ihm dasselbe zweimaldurch Brand verloren, das zweite Mal bei der fastdie ganze Stadt verheerenden Feuersbrunst am 9. Oct.1505. Seine Frau, Schwenecke oder Jlsabe, eineTochter Hermann Gerbers (Gerberdings), auchMetcl (nach seinem bei Neustadt a. R. gelegenenGeburtsorte) geuaunt, schenkte ihm neun Kinder (Nr. 8bis 16). Burghard (II.), der in der gedachten Genea-logie „vir optinrus ao plissinrus" genannt wird,starb am 15. Aug. 1530, nach Anderen am 8. Septbr.solchen Jahres. Er wurde in seinem elterlichen Be-gräbnisse beigesetzt. Sein gleichnamiger Sohn ließ ihmspäterhin einen Grabstein mit einer kurzen lateinischeilInschrift setzen. Seine Frau folgte ihm am 12. Juni1553 im Tode nach.

5. Armgard M. (aus 1), verheirathete sich inNeustadt a. N. und lebte dann in der Nachbarschaft(„in vioinia, IZusinAisoli" ?).

6. Gesa M. (aus 1), an Johann Ar necke,Bürger in Hannover, verehelicht, wurde die Groß-mutter des haunoverscheu „Lsoroturii" BurghardArnccke.

7. Gudclia M. (aus 1) verheirathete sich; ihrMann hieß Gundeliug.

Neun Kinder von Burghard (II.) M. (Nr. 4 aus 1.)

8. Johann M. (aus 4) starb als Kind.

9. Anton M. (aus 4) erlernte die Goldschmiede-kunst und ließ sich in Münden (bei Casscl) nieder, woer als geachteter Bürger lebte, einige Jahre hindurchMitglied des Raths war und am 10. Novbr. 1551das Zeitliche segnete. Nach Letzner war er mit Bar-bara, einer Tochter des Hospredigers der HerzoginElisabeth nnd Gencralsupcrintendentcn Anton Cvr-

vin vcrheirathet, mit welcher er drei Kinder (Nr. 17bis 19) zeugte. Nach dem Tode ihres Mannes ver-mählte sich Barbara 1553 (als ihr Vater nach seinerFreilassung aus seiner dreijährigen Hast auf demCalenbcrgc in Hannover starb) wieder mit DanielHudemaun, der, aus Einbcck gebürtig, zuerst in Dasselals Schulmeister und in Münden als Cantor gewirkthatte, daselbst hernach fürstlicher Notar und Hofgerichts-Procurator, dann 1567 Stadtsecretair wurde und zu-letzt 1577—1593 das Ehrenamt eines Bürgermeistersbekleidete. (Letzner's Dasselische vnd Einbcckssche LRro-nicm, des V. Buchs, I. Th., 2 Cap. p. 5.) — Baring,Leben des berühmten N. ^ntonii Eorviui, 81 ff.)

10. Hermann M. (aus 4) starb als Kind.

11. Burghard (III-) M. (aus 4) wurde am30. April 1501 zu Neustadt a. R. geboren. Die„Elsrwglo^ig, Nitllolüoruiu" hat 1504 statt 1501z daBurghard aber, wie das unten beschriebene, von seinenSöhnen ihm zu Münden (bei Cassel) gesetzte Epitaphzeigt, am 16. Aug. 1564 im Alter von 63 Jahrengestorben ist, so muß er 1501 geboren sein, womitauch die Angabe Letzner's (s. u.) übereinstimmt. I»dem Werke i).ckarni vitus oruckitoruiu rnsckioorurnAörin. findet sich die Anführung: „Haurssur^unr,urläonr Laxorüas lilxzram Nitlrobius zmtriaiaImlzuit". Auch unter dem, diesem Familienbuchc vor-gesetzten, hernach zu besprechenden Brnstbilde Burg-hard's wird fälschlich Hamburg als sein Geburtsortund 1565 als das Jahr seines Todes bezeichnet. Das-selbe sagt Jöcher im Allgemeinen Gelehrten-Lexikon,wogegen es bei Notcrmund in der Fortsetzung diesesWerkes heißt: „Nitlrob (Lurolmrä) siehe Jöcher III,(MA-. 566 war nicht, ivie Adami, Freher, Jöcher u. a.sagen, von Hamburg, sondern viel wahrscheinlicher imJahr 1504 zu Neustadt am Rübeubcrge den 30. Aprilgeboren, und ein Sohn Hcctor Mithobs (s. Iw-msr(Mrou. Lrun. I,. 6. III. o. 163 sMspt.jz BaringsLeben Anton Corvins pmA. 85). Baring sagt abera. a. O. Not. (4) mit Bezug ans Letzner ganz richtig„Burghard sei zu Neustadt a. N. „anno 1501" ge-boren, dabei allerdings weiter anführend: nach Nou-tani Bericht ist Lurolrarcl Nitlrossius anno 1504ultirno ^prilis inlru tsrtiam st guartaru irmrw ge-bohren worden". Sein Vater war nicht Hector M.— wie Notermund bemerkt — sondern Burghard (II.).

In Hamburg, wo Burghard (III.) in seinerJugend als Famulus eines gewissen Canonicus („inlanrulitio duuouioi oujusäarn") sich aushielt, machteer die ersten wissenschaftlichen Studien. Dieser Um-stand mag einige Schriftsteller veranlaßt habe», ihnfür einen Hamburger zu halten. „Hernach stieg er —wie eine alte Uebersetznug der „ElsusaloKia Nitlro-Uiornnr» sagt — durch alle unteren Stusseu bis zurhöchsten Staffel der Wissenschaften, maaßen er inRostock Baccalaureus, zu Erfurt i. I. 1525 Magister,zu Marpurg 1530 den 11. November feierlich zumDoctvr Mcdicinä ist crciret worden. Zuerst hat er

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