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Geschichte des schloßgesessenen adligen Geschlechtes von Bismarck, bis zur Erwerbung von Crevese und Schönhausen : Denkmal der Dankbarkeit des Vereines für Geschichte der Mark Brandenburg
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wie Burgstall geräumt werden sollte. Zunächst mußte, um die Prin-zessin zufriedenzustellen, für angemessene Lcibzncht der Wittwe und künf-tige Ausstattung der Tochter ihres verstorbenen Hofmeisters durch einenVertrag mit dessen Brüdern Joachim und Balthasar von Bardelebengesorgt werden. Dann wurde diesen ihr Erbrecht mit 750 Thalern,sowie der Wittwe des letzten Besitzers ans der Familie von Möllcnbeckein ihr noch zuständiger Anspruch durch Zahlung von 50 Guldenund der ihr noch rückständigen Zinsen abgehandelt. Endlich war einMeier zum Abstände zu bewegen, der das Gut, vermöge eines mitAndreas von Bardclcben errichteten Vertrages, noch für die Dauer vonacht Jahren in Pacht hatte. Alle diese Schwierigkeiten mußten über-wunden werden, wenn den Gebrüdern von Bismarck neben dem Amts-hanse noch ein zweiter Rittersitz in Schönhanscn beschafft werden sollte.—Doch Caspar von Armin und Caspar Mcinan thaten ihre Pflicht undbrachten die letzten Verhandlungen schon am 1. März 1563 zum Abschluß').

Auch mit den Gemeinden in Schönhausen und Fischbcck war in-zwischen, wegen der Abtretung von Ländcreicn und der Uebernahme vonHofediensten, in der versprochenen Art unterhandelt. Es ging jedoch dieGemeinde zu Schönhausen auf das Ansinnen, die ihr angehörige halbeFeldmark Gartzow an die künftige Gutsherrschaft völlig abzutreten, nichtein, und die von Bismarck mußten sich daher begnügen, daß ihrer Hälfteder Feldmark nur noch ein Viertel, mit Ausschluß der Wiesen, welchedie Bauern nicht abtreten wollten, zugelegt wurde. Der Kurprinz be-zahlte dies den frühern Besitzern nach einem Vertrage vom 13. Januar1563 mit 300 Thalern^). Da aber dies Viertel der Gartzowcr Feld-mark nur wenig Ackerland enthielt, vielmehr meistens nur in Kiehnhaidebestand, so brachten weitere Unterhandlungen es dahin, daß die Schön-hansener Bauern vom Schönhauscnschen Felde 1)s Hufen und von derBernfeldischen Feldmark 1 Hufe und dann auch die Fischbecker Bauernan der Schönhanscner Grenze einer Hufe noch abtraten^).

Also kam schließlich für die von Bismarck ein Ackerwcrk von zehn

') Die bezeichneten Acten toi. 70- 73,2) Die bezeichneten Acten toi. 3—5.2) Die bezeichneten Acten 5oi. 192.