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Geschichte des schloßgesessenen adligen Geschlechtes von Bismarck, bis zur Erwerbung von Crevese und Schönhausen : Denkmal der Dankbarkeit des Vereines für Geschichte der Mark Brandenburg
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zeichen, im bürgerlichen wie im rittermäßigen Stande. Es ist jedochweder von den Prenzlauer Bürgern, noch von den Knappen von Bis-marck in der Pngnitz und im Lande Rnppin, ein Siegel auf unsereZeit gebracht.

4. Verhältniß der nach dem Städtchen BismarkBenannten zu diesem Orte.

Rücksichtlich des Verhältnisses der nach dem Altmärkischen StädtchenBiömark benannten Familien zu diesem Orte dürfte hier zuvördersteiner Sage zu gedenken sein, durch die man den spätern Aufschwungdes burggesessenen Geschlechtes von BiSmarck zu verherrlichen suchte.Dasselbe hätte darnach seine Ahnen in einem aus Böhmen eingezogenenHerrengeschlechte zu finden, das Kaiser Karl der Große in diese Ge-genden verpflanzte, und von dem hier der Ort Bismark gegründetwurde'). Dies Geschlecht hätte demnächst auch umfassenden Grund-besitz dadurch erworben, daß es sich nach dem Aussterben der Grafenvon Osterburg deren hinterlassenes Gebiet mit denen von Alvenslebentheilte^), bei welcher Gelegenheit dann der Flecken Bismark in denBesitz der von Alvensleben tauschweise gelangen konnte.

Der Glaubwürdigkeit dieser Tradition über Bismark's Gründungsteht indessen, außer allgemeinen historischen Gründen, insonderheit der

') Er (Llaroius N.) — versetzte viel alte Geschlechte von Adel, als die Grafenvon Pyrmont ans Frankreich, die von der Schnlcnburg, Geldrischc Herren, Schade-wachten aus dem Elsaß — Item die Edlen Freiherrn von Bredau, Garßdau, Buch,sind Nassauer Herren, Item Bißmarcken, Böhmische Herren, welche das StädtleinBißmarck gebauet. Entzelt's Altmärk. Chronica Kap. XXVI, Ausgabe vom Jahre1736 S. 61. '— üismnrelvnm oxorllia min nobilissimas Uismarollonorum In-milino ex Uvliomia in Im« ora« «lcänetno anspioüs llarol! lllaAni aocapta retert.KeutliinAvr! lbopo^rapIUa Naroliiae Z lt. ollit. Krause x. t.

2) Keutlnnxor! ll'ozwxr. Z 7 p. 3. — Vermuthlich haben die Umstände, diesich im Fortgange der obigen Darstellung ergeben werden, daß l. der mit einemBöhmischen Herren-Geschlecht verwandte Dietrich, der 1361 Erzbischof von Magde-burg wurde, auch als Verwandter der von Bismarck erscheint, und daß 2. die letz-tere Familie im Jahre 1562 durch Austausch des Schlosses Burgstall gegen diePropste! Krevese in den Besitz von Gütern kam, die früher zum Theil den ehema-ligen Grafen von Osterburg, mnthmaßlichen Stiftern des Klosters Krevese, gehörthatten, zu den obigen Phantasien Veranlassung gegeben.