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4 (1875) Livland und seine Geschlechter : I. Band
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Heinrich VII. die .Erhebung in den Fiirstenstandbetrieb und 1. Dezember 1224 erlangte. Beide Brüderhatten ihre Sprengel besser arrondirt, namentlich hatteIlerman seinen Sitz Lea! der Rigaer Kirche abge-treten und Dorpafc an dessen Stelle gesetzt. KönigHeinrich erhob nun 1. Dorpat mit den umliegendenLandestheilen zu Gunsten Hermans und seiner Nach-folger und 2. Livland, Lettland und Leal zu GunstenAlberts und dessen Nachfolger zu einer Mark, alsFürstenthum, mit den Rechten der Reichsfürsten(prineipatum jure aliorum prineipum) also mit demRechte zu Münzen, Bergbau, Städtegründung!

Zur selben Zeit verlegten die Schwertritter denIlauptsitz ihres Heermeisters nach Wenden, das siestark befestigten und betrieben mit aller Macht dieErweiterung ihrer Herrschaft. Diese war eine eiserneund wilde. So zeigte sie sich schon unter demersten (seit 1204) Heermeister Vino, oder Winand,von Rohrbach, der die Vergehen der Neubekehrtenmit dem, später vom Papste verbotenen. Tragen desglühenden Eisens bestrafte, und wegen Tyranneigegen seine eigenen Ritter, von einem derselben,Namens Wigbert ermordet wurde. An seine Stelletrat, 1209—1330, Volquin Schenk. Auch ihm kanndas Grausame und Wilde nicht abgesprochen wer-

wall befestigt), welche den Russen gehörte, vonihnen bewohnt und vertheidigt wurde. Die Ordensrittererstürmten sie erst 1230 und brachen und brannten sienieder. Erst nach dieser Zeit fasstc der Bischof von Lealden Boschluss nach Dorpat zu übersiedeln, welches Colonisteuaus Dortmund neu gegründet hatten (Bahne, DortmundBd. III. S. 17) .1250 war der Ort noch nicht vollständigbefestigt, die Dorpatcr erklärten dafür zu arm zu sein undbaten den Rath von Lübeck um Unterstützung (Bunge S,273.) Unter solchen Umständen lässt sich ein Bürsten-thum und Bischofssitz Dorpat 1224 füglich nicht denken ;die stylistischen Gründe zu erörtern, würde zu weit führen.