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4 (1875) Livland und seine Geschlechter : I. Band
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den. Bald nach seiner Wahl schon erhebt sichzwischen Orden und Bischof »Streit über ein PaarHonigbäume (hohle Bäume, worin Bienen ihrenWachs und Honig sammelten.) 1211 wird ein let-tischer Volksältester Thalibald, weil er den Christen-glauben wieder verlassen hat, nach den Worten derChronik ,,langsam zu Tode geröstet wie ein Fisch.' 1Die Letten aber rächen sich, fallen neunmal in dasLand, verbrennen hunderte von Menschen, ent-haupten Weiber und Mädchen. Im »Januar 1227 ge-lingt es den Rittern unter Hülfe der Rigaer Bürgerund der Kreuzfahrer, zusammen 20,000 Mann, dieInsel Oesel zu unterjochen und dort einen Bischof-sitz zu gründen, dagegen verlieren sie gegen dieSemgallen, deren sie 1600 erschlagen, 300 Mann undmehr kostete ihnen die Vertreibung der Dänen ausEsthland, dessen Provinzen Reval, Jerwen, Harrienund Wierland ihnen 1. Juli 1228 der römischeKaiser Heinrich VII. schenkte. Wenn gleich diesebeiden Verluste reichlich durch die freiwillige Un-terwerfung Curlands gedeckt wurden, welche derBisthumsverweser Balduin nach dem Tode desBischofs Albrecht, f 1229, bewirkte, so blieb dochden Rittern für die Sicherstellung gegen Dänemarkund Russlsnd und für die Erreichung ihrer ehr-geizigen Ziele soviel zu thun übrig, dass sie, alleinzu schwach, beschlossen eine Vereinigung mit demihnen gleichstrebenden deutschen Orden um somehr herbeizuführen, als dieser 1229, wie sogleicherzählt werden soll, ihr Nachbar geworden war unddie Unterwerfung Preussens in Angriff genommenhatte. Volquin schickte deshalb Gesandte an Her-inan v. Salza, vierten Hochmeister des deutschenOrden, der sich bei Kaiser Friedrich II. in Italienaufhielt und darauf dieser zwei Ritter, Ehrenfriedvon Neuenburg und Arnold von Neuendorf, nach