Die Vorbereitimg*.
ie deutschen Niederlassungen in Livland (jetztCurland, Livland, Esthlaud) werden sehr häufig"j^T^damit erklärt, dass die hoch adeligen Deutseh-' ordens-Ritter ihre güterlosen Verwandten nachJ 5 sich gezogen, mit eroberten Ländereien be-schenkt und so den Ruhm ihrer Geschlechter durchneue, sässige Aeste vermehrt hätten. Dieses ist aberwenig zutreffend, Der Orden, sich seihst Zweck, allerScbenklust fern, seine Existenz und Genüsse imAuge, war vor allem darauf bedacht, durch steteSchlagfertigkeit sich die Herrschaft in dem, nachmoralischen Grundsätzen ungerechtfertigt erobertenLande für alle Fälle zu sichern. Während die, vonBürgern gepflegten, handeltreibenden Städte ihm denWeg zu Bevölkerung, Reichthum und Bildung öffnenmussten, wusste er durch übertriebene, wahrheits-entbehrende Erzählungen und unterstützt von kirch-licher Vorspiegelung der ewigen himmlischen Glück-seligkeit seine eigenen Verwandte und Freunde zufanatisiren und als Kampfgenossen auf seine Schlacht-felder zu locken, wo sie zu Tausenden dem Todeverfielen. Erst nach einer langen Reihe von Jahrenänderten sich nach und nach die Zustände.
Livland war zur Zeit der ältesten Nach-richten , wo durch seeräuberische Völker, — einigenennen sie Nonnannen (Dänen), andere Waräger, —seine Küsten beherrscht wurden, ein im Innern
Fahne, Forschungen IV. j.